Feuerwehren im Dauereinsatz
Schwere Unwetter in Graz-Umgebung

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Der gestrige (30. Juli), besonders heiße Tag ging mit heftigen Gewittern in Graz-Umgebung zu Ende. Blitzeinschläge, Starkregen, Hagel, Überschwemmungen, Unfälle, übertretende Bäche, Rekord-Windstärken, überfüllte Keller und Straßen sowie umfallende Bäume, die ganze Straßenzüge blockierten, forderten die Freiwilligen Feuerwehren bis in die frühen Morgenstunden.

Heftige Unwetter im Bezirk

  • Am Nachmittag zog eine heftige Gewitterfront über den Bezirk Graz-Umgebung. Gegen 17 Uhr wurden die Feuerwehren zu ersten großen Unwettereinsätzen gerufen. Bereits in den früheren Nachmittagsstunden wurde bekannt, dass Autofahrer auf Höhe Laßnitzhöhe von großen Wassermengen überrascht wurden, sodass die Autobahn quasi stillstand und Lenker auf der A2 Schutz suchten.
  • Besonders der Norden des Bezirks war im Laufe des Nachmittags und bis in die Nachtstunden betroffen: Sowohl der Gratkorn-Tunnel als auch der Plabutschtunnel mussten wegen der Wettersituation gesperrt werden.
  • Gegen 19:45 Uhr wurde die Judendorferstraße, auf Höhe der Autobahnunterführung Richtung Judendorf-Straßengel, überflutet. Zahlreiche Fahrzeuge (etwa 30) blieben aufgrund des hohen Wasserspiegels stecken, die Straße musste bis 00:50 Uhr gesperrt werden. Die meisten Fahrzeuge konnten von den Lenkern selbst und durch Einsatz der Feuerwehr und des ÖAMTC entfernt werden.
  • Um 20:23 Uhr meldete die Freiwillige Feuerwehr Judendorf-Straßengel via Facebook: "Derzeit stehen alle Einsatzkräfte unserer Feuerwehr im Einsatz." Und der Landesfeuerwehrverband Steiermark verkündete unter anderem: "Eine Hundertschaft an Feuerwehrkräften steht im Unwetter-Hilfseinsatz."
  • Die FF Judendorf-Straßengel mit Unterstützung der FF Gratwein, FF Eisbach-Rein, FF St. Oswald b. Plankenwarth, FF Peggau, FF Deutschfeistritz wurde bei 57 Adressen im eigenen Löschbereich und im Raum Graz-Raach eingesetzt.
  • 87 Frau/Mann mussten neben anfangs Baumbergungen und später zahlreichen überfluteten Unterführungen, Tiefgaragen und Kellern in der Unterführung Raach insgesamt drei Menschen aus bzw. vom Dach der dort liegen gebliebenen Fahrzeugen befreien.
  • Über den Dienst www.wettermelden.at wurden Starkregen mit Hagel, Donnergrollen, Blitze und Starkregen gemeldet.
  • Gegen 24:00 Uhr wurde in Vasoldsberg ein Trampolin aufgrund des heftigen Sturms durch die Luft geschleudert. Einige Fahrzeuge wurden beschädigt
  • Die Unwetter waren so heftig, dass die Feuerwehren gemeindeübergreifend im Einsatz waren. So rückten auch die Floriani aus Graz-Umgebung in die Landeshauptstadt Graz ein: Die Messstation der Universität verkündet, dass es in nur wenigen Stunden über 110 Liter pro Quadratmeter geregnet hat. Die Stadt Graz warnte die Einwohner sogar davor, ihre Häuser zu verlassen und Keller und Spannungsquellen zu meiden. Zum Bericht über die Unwetter in Graz geht es hier entlang.
Die gemessene Niederschlagsmenge am 30. Juli
  • Die gemessene Niederschlagsmenge am 30. Juli
  • Foto: www.uwz.at/Screenshot
  • hochgeladen von Nina Schemmerl

Brandeinsatz in Gratkorn

Vermutlich durch einen Blitzeinschlag kam es in Gratkorn zu einem Brand in einer Hackschnitzelheizanlage. Kurz vor 18 Uhr hörten die Bewohner in der Nähe der Anlage einen lauten Knall, bemerkten, dass der Strom ausgefallen war und bemerkten einen Brandgeruch, wodurch sie auf ein Brandgeschehen aufmerksam wurden. Die Bewohner alarmierten die Feuerwehr. Die verständigten Feuerwehren Gratkorn und Gratwein waren mit sechs Fahrzeugen und 33 Kräften im Einsatz und konnten den Brand um 19.05 Uhr löschen.
Durch die Wucht des Blitzes kam es auch zu weiteren Beschädigungen im Bereich des Wohnhauses. Menschen und Tiere wurden nicht verletzt, die genaue Schadenshöhe ist derzeit unbekannt.

Heißer Juli, mehr Regen

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik verkündete gestern Messdaten zur Monatsbilanz Juli 2021. So war der Juli der insgesamt 15 wärmste seit der Messgeschichte. "Die Zahl der Hitzetage (mindestens 30 Grad) lag im Osten und Süden Österreichs im Bereich des Durchschnitts der letzten 30 Jahre", heißt es. Teils war es zu trocken, teils kam es aber auch zu extremen Unwettern und überdurchschnittlich viel Regen und Regenmengen.

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