"Turbo" hat sich in Herzen eingeigelt

Weil der kleine stachelige Geselle so schnell ist, bekam er von der Klasse den Namen "Turbo".
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  • Weil der kleine stachelige Geselle so schnell ist, bekam er von der Klasse den Namen "Turbo".
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"Lukas, Mohammed und Roland – heute seid ihr dran", sagt Laura Gesslbauer in der Früh nach einem Blick auf den Betreuungsplan. Die drei Angesprochenen machen sich sofort auf den Weg in den alten Werk-raum der Neuen Mittelschule Gnas. Dort hat ein kleiner Igel Unterschlupf bekommen. Er lebt in einem ehemaligen Hasenstall und wird von den Schülern der 3. b-Klasse über den Winter gebracht. Die drei reinigen den Stall, bringen frisches Wasser und Katzenfutter. Das hat "Turbo" am liebsten. "Den Namen haben wir ihm gegeben, weil er so schnell ist", verraten die drei jungen Tierpfleger. Seit Kurzem bekommt er neben Katzenfutter auch ein eigenes Igelfutter und Gemüse. Und einmal in der Woche bringen sie "Turbo" einen besonderen Leckerbissen: ein Hühnerei.

Winterschlaf verboten
Warum der kleine Igel Ende Oktober leblos neben einem abgestellten Auto lag, kann man nicht genau sagen. Gefunden hat ihn jedenfalls Manfred Neumeister und in der Gnaser Tierarztpraxis fand der kleine stachelige Geselle ersten Unterschlupf.
Dorthin kam Lehrerin Brigitte Lorenzer im Zuge von berufs-praktischen Wochen. Von Tierärztin Monika Neumeister erfuhr die Pädagogin von dem kleinen Kerl und gleich war die Idee geboren. Lorenzer ist Klassenvorstand der 3. b Klasse und erzählte ihren Schülern von dem Fall. Und somit wurde er ein Fall für die Klasse. Der Igel übersiedelte in den alten Werkraum, Neumeister stellte den Hasenstall zur Verfügung und seither befindet sich das Tier in der Obhut der Schüler.
Die Pflege verläuft genau nach Plan. Sogar geweckt muss der kleine Kerl immer wieder werden. "Er darf keinen Winterschlaf halten, denn dafür hatte er zu wenig Fett", erzählt die Lehrerin. Jeanine Krachler bekam eine besondere Aufgabe. Sie und ihre Familie pflegten "Turbo" während der Weihnachtsferien in ihrem Haus in Hirsdorf.
Der Plan für Jänner ist bereits geschrieben. Füttern, Putzen, Wecken – alles ist geregelt. Und wer ist für das Liebhaben zuständig? "Wir alle", tönt es wie aus einem Mund.

Autor:

Walter Schmidbauer aus Südoststeiermark

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