Ökostrom-Wasserkraftwerk
Übelbach produziert eigene Energie

Volle (Wasser-)Kraft voraus: Die Marktgemeinde setzt auf eigenen, grünen Strom für die Bewohner.
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Grüner Daumen: Übelbach lässt ein weiteres Ökostrom-Wasserkraftwerk entstehen.

In wohl keiner anderen Gemeinde im Bezirk wird Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit so groß geschrieben wie in Übelbach. Die Marktgemeinde ist nicht nur bekannt als die "1. essbare Gemeinde Österreichs", sondern auch Teil der Klima- und Energiemodellregion GU-Nord, Gesunde Gemeinde, Träger des "Steirischen Neptun Wasserpreises" und setzt auf E-Mobilität sowie Car-Sharing. Ein neuer, weiterer grüner Fußabdruck folgt nun.

Teil der Lösung sein

Die Marktgemeinde Übelbach hat immer schon auf Ökologie gesetzt. Ein wesentlicher Teil vom ökologischen Engagement Übelbachs ist die Produktion von nachhaltigem, erneuerbarem Ökostrom. Schon heute produzieren viele Photovoltaikanlagen und ein Wasserkraftwerk rechnerisch den Strom für einen Großteil der Haushalte in der Marktgemeinde. 75 Prozent des Strombedarfs der Gemeindekläranlage werden direkt aus dem eigenen Kraftwerk geliefert. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, wie Bürgermeister Markus Windisch findet, sondern erspart Übelbach und damit letztlich den Kanalgebührenzahlern sehr viel an Stromkosten in den nächsten Jahren. Mit dem neuen "Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz", kurz EAG, hat die Bundesregierung die Voraussetzungen geschaffen, Österreichs Klimaziele zu erreichen.
Im Gemeinderat hat man sich darauf verständigt, Teil der Klimalösung und nicht des Problems zu sein. Ein weiteres Ökostrom-Wasserkraftwerk soll entstehen. "Das Produzieren von erneuerbarer Energie ist wichtig. Aber ebenso wichtig ist unser sorgsamer Umgang mit Energie, also Energie sparen. Auch das setzen wir, so gut es geht, um", sagt Windisch. "Wir wissen, dass es Potenzial nach oben gibt. Würden alle Gemeinden Österreichs Übelbachs Beispiel folgen, wären die Klimaziele in unser aller Interesse zu erreichen, und gleichzeitig würden Investitionen Arbeitsplätze erschaffen beziehungsweise erhalten."

Behörden prüfen

Die Wasserrechts- und Naturschutzbehörde hat verhandelt: Die Behörde prüft, ob alle ökologischen und wassertechnischen Voraussetzungen erfüllt sind. Das Projekt sieht Verbesserungen der Bachökologie und des Hochwasserschutzes vor. Der ökologischen Begleitplanung wurde im Projekt ein wesentlicher Schwerpunkt gegeben. Ökologische Begleit- und Ausgleichsmaßnahmen, das Mitverlegen einer Löschwasserleitung und eines Glasfaserkabels für ultraschnelles Internet für die Anrainer im Bereich der Ausleitungsstrecke ergänzen das Projekt.


Bürgermeister Markus Windisch will die Potenziale der Zukunft jetzt schon für die Übelbacher nutzen. Ein Kommentar:

"Ein paar Gemeinderäte haben kürzlich im Rahmen einer Veranstaltung von Styria vitalis den Film 'Rettet das Dorf' angeschaut. Nach der Coronakrise werden wir jedenfalls eine Kinovorführung in Übelbach mit diesem Film machen. Meine Gemeinderäte haben begeistert vom Potenzial berichtet, welches in den Dörfern des Films steckt. Auch in Übelbach steckt dieses Potenzial. Auch wenn wir nicht die Sorgen und Probleme sehr ländlicher Regionen teilen, sind wir stets gefordert, im Kontext des global Notwendigen ganz konkret vor Ort aktiv zu sein, damit die Lebensrealität einer modernen Gesellschaft in Übelbach verwirklicht bleibt. Dabei ist es essenziell, breit zu denken und kein Themenfeld auszulassen. Aktiv sein bedeutet Veränderung, diese ist mit dem Mut zur Verbesserung erfolgreich. Übelbach ist und bleibt eine lebenswerte Gemeinde, weil wir uns den wichtigen Themen der Zukunft annehmen. Dass wir in vielen Bereichen positiv beispielhaft sind, zeigt, dass Übelbach dazu auch die Kompetenz hat."

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