"Ortskernbelebung Gratwein"
Unklarheiten nach Projektstart

Wie kann der Ortsteil Gratwein wieder richtig belebt werden? Die ÖVP startete dazu ein Projekt.
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  • Foto: ÖVP
  • hochgeladen von Nina Schemmerl

"Neue Studie für Ortskernbelebung in Gratwein": In der letzten Ausgabe haben wir über eine Kooperation zwischen der ÖVP Gratwein-Straßengel und einem Studierendenteam der Karl-Franzens-Uni Graz berichtet (alle Infos gibt es hier nachzulesen). Konkret geht es um das Projekt "Ortsentwicklung Gratwein", das mit Unterstützung eines Projektteams evaluieren soll, welche Maßnahmen gesetzt werden können, um den Alten Markt neu zu beleben und die Fläche rund um den Bahnhof optimal zu nutzen. Ziel ist die Belebung des Ortskerns Gratwein sowie das Ausschöpfen neuer Möglichkeiten. Diese Art der Zusammenarbeit sorgt nun allerdings für einige Unklarheiten und Ärger.

Reale Aufgabenstellung

"Für die Studierenden ist dies eine hervorragende Möglichkeit, Praxis zu sammeln, und auch für die Gemeinde ergibt sich daraus ein beachtlicher Mehrwert. Für die Studierenden ist es mit Sicherheit nicht relevant, wer das Projekt initiiert hat beziehungsweise leitet", teilt ÖVP-Ortsparteiobmann Marion Schwaiger auf Nachfrage der WOCHE mit, ob die Studenten des Projekt-Praktikums "Stadt- und RegionalPlanung" im Vorfeld wussten, dass die in Auftrag gegebene Studie von der ÖVP der Marktgemeinde kam. "Mir war nicht bewusst, dass es politisch gesehen zu so einem Wirbel kommen könnte." Eine praxisorientierte Lehrveranstaltung mit örtlichen Verantwortungsträgern als Ansprechpartner für diese realen Aufgabenstellungen habe sich als gute Unterstützung angeboten. "Ergänzend möchte ich auch anführen, dass seit 2015 bereits mehrere Lehrveranstaltungen in Form von Praktika der Universität Graz auf Gemeindeebene durchgeführt wurden."
Dabei spielt er wörtlich auf die "Jugendbeteiligung in der Gemeinde Gratwein-Straßengel", "Zukunft Ortskern Rein" oder das Projekt "Fit und g’sund in Gratwein-Straßengel" an.

"Kein Forschungsprojekt"

"Die genannten Projekte sind Sache der gesamten Gemeinde und wurden mit Abstimmung aus dem jeweiligen Ausschuss auch so behandelt. Im Namen der Gemeinde", sagt Bürgermeister Harald Mulle. Von einem "parteipolitischen Missbrauch" und einem "fragwürdigen Umgang mit Studenten" in der Causa spricht Johanna Tentschert von den Grünen.
Von parteipolitischen Angelegenheiten abgesehen, sorgte die bisherige Arbeit der Studenten aber vor allem deshalb für Fragezeichen, weil nicht alle Gemeindevertreter darüber in Kenntnis gesetzt und so auch nicht miteinbezogen wurden. Aus dem Rektorat der KF-Uni heißt es, "dass die Universität Graz nicht mit der ÖVP Gratwein-Straßengel hinsichtlich eines Ortsentwicklungskonzepts für Gratwein kooperiert; auch gibt es kein diesbezügliches Forschungsprojekt". Es wird aber eingeräumt, dass es sich hierbei um ein Praktikum im Rahmen einer Lehrveranstaltung handelt, deren Inhalt eine andere Sache sei. Die Universität an sich weiß dementsprechend nichts über das Projekt.

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