Verkehrslage wird nach und nach entschärft

Erhöhte Geschwindigkeit, dämmriges Wetter, fehlende Beleuchtung und Co.: Schritt für Schritt sagt Gratwein-Straßengel gefährlichen Straßen den Kampf an.
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Verkehrslage im Sicherheits-Check: Christoph Stangl klärt über aktuelle Anliegen auf.

Voriges Jahr verletzte sich bei der Ortseinfahrt Ortsteil Judendorf ein Radfahrer beim Versuch, die Landesstraße zu überqueren, schwer. Knapp vor Weihnachten kam es in der Grazer Straße zu einem Unfall, bei dem eine Frau am Zebrastreifen verletzt wurde. Verkehrssicherheit und -optimierung sind ein Dauerbrenner in der Marktgemeinde. Straßen- und Verkehrsausschussobmann Christoph Stangl erzählt, wo aktuell Handlungsbedarf zum Gesprächsthema wird und was in kleinen Schritten möglich ist. "Es ist mir klar, dass die Gemeindebewohner sagen, dass es gefährliche Straßen gibt, und wir tun im Rahmen unserer Möglichkeiten auch unser Bestes."

Verkehrssituation prüfen

Um sichere Wege für Fußgänger rund um "Am Kirchberg" garantieren zu können, wurde im Zuge des Gesamtverkehrskonzeptes eine Verkehrsmessung in Auftrag gegeben. Da es sich bei vielen "Problem-Straßen" im Gemeindegebiet, wie bei der Grazer Straße, aber um eine Landesstraße handelt, muss das Land entsprechend (mit-)entscheiden. Und das kostet viel Zeit. "Schon unter Josef Harb (Anm. d. Red.: ehemaliger Fachausschussobmann) wurde das Land immer wieder angeregt, die Verkehrssituation zu prüfen", sagt Stangl. "Natürlich ist es in unserem Sinn, die Straßen sukzessive für die Gemeindebewohner so schnell wie möglich sicher zu machen." Umgesetzt werden konnte so zum Beispiel eine rote Bodenmarkierung, die "Am Kirchberg" bei Autofahrern für mehr Aufmerksamkeit sorgen soll, und eine Absperrung zwischen Gehsteig und Fahrbahn. Nach dem Unfall mit dem oben genannten Radfahrer ersuchte die Gemeinde etwa, das Ortsgebiet auszuweiten, damit hier die Geschwindigkeit gedrosselt werden konnte.

Schulweg sicherer machen

"Mein Wunsch und Ziel ist es, dass Eltern mit gutem und sicherem Gewissen ihre Kinder zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule gehen und fahren lassen", so der Gemeinderat über die optimale Verkehrssituation. Denn gerade auf Kinder muss auf der Straße vermehrt geachtet werden. Ein Problem, das sich im letzten Jahr aufgetan hat, ist die fehlende Finanzierung für die kleinen Schulbusse im ländlichen Raum. Bisher wurden diese vom Bund finanziert. Seit diesem Schuljahr prüft das Finanzamt die Schulbusfahrten strenger, wodurch in einigen Ortsteilen Kinder bis zu zwei Kilometer über teils unübersichtliche Freilandstraßen gehen hätten müssen. "Wir konnten diese Situation mit einer vorübergehenden Finanzierung aus dem Gemeindebudget lösen, wir fühlen uns aber von der Bundesregierung allein gelassen und machen das nun auch in Wien zum Thema."

Ihre Meinung ist gefragt!
Machen wir gemeinsam den Bezirk sicherer: Wo gibt es in Ihrer Gemeinde gefährliche Straßenverhältnisse? Was soll sich ändern – und vor allem: wie? Wo läuft es gut?
Schreiben Sie uns an gu-nord@woche.at

Autor:

Nina Schemmerl aus Graz-Umgebung

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