WKO klärt auf
Wer muss geschlossen haben, wer hat geöffnet?

Nach wie vor gibt es einige Unsicherheiten, wenn es darum geht, welche Dienstleister und Unternehmen nun geöffnet bleiben dürfen und welche nicht. Wirtschaftskammer-Regionalstellenleiter Stefan Helmreich erklärt, wie die Unternehmen zusammengreifen können.

Zusammenarbeiten und gegenseitig helfen

Es braucht im Moment viel Kraft, um die heimischen Unternehmen aufrecht zu erhalten. Vielerorts wird aber auch solidarisch zusammengearbeitet: Kleinere heimische Betriebe bieten, sofern es in ihrer Branche möglich ist, Lieferdienste an, Lebensmittelgeschäfte und Direktvermarkter setzen darauf, dass nun auch verstärkt regional eingekauft wird. Genau diese beiden Möglichkeiten sieht Helmreich im Moment gut gelöst: "Dem Handel rate ich, auf Lieferservice umzustellen. Vielleicht tun sich mehrere zusammen, etwa mit Taxiunternehmen, sodass man gemeinsam arbeiten kann", sagt er und ergänzt: "Mir ist sehr wohl bewusst, dass wir vor einer großen Herausforderung stehen. Aber es gibt auch Chancen, wir müssen nur durchhalten."

Auflistung der Betriebe

Welche Betriebe dürfen offen bleiben, welche müssen geschlossen werden, wo gibt es Möglichkeiten? Die WKO klärt auf.

Offen haben und bleiben:

  • Apotheken,
  • Lebensmittelhandel,
  • bäuerliche Direktvermarkter,
  • Drogerien und Drogeriemärkte,
  • Verkauf von Medizinprodukten und Sanitärartikel,
  • Heilbehelfen und Hilfsmitteln,
  • Gesundheits- und Pflegedienstleistungen,
  • Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen,
  • veterinärmedizinische Dienstleistungen,
  • Verkauf von Tierfutter,
  • Verkauf und Wartung von Sicherheits- und Notfallprodukten,
  • Notfall-Dienstleistungen,
  • Agrarhandel einschließlich Schlachttierversteigerungen sowie der Gartenbaubetrieb und der Landesprodukthandel mit Saatgut, Futter und Düngemittel,
  • Tankstellen,
  • Banken,
  • Post einschließlich Postpartner und Telekommunikation,
  • Lieferdienste,
  • Öffentlicher Verkehr,
  • Tabakfachgeschäfte und Zeitungskioske,
  • Hygiene und Reinigungsdienstleistungen,
  • Abfallentsorgungsbetriebe,
  • Kfz-Werkstätten

Darüber hinaus gibt es teilweise Fälle, wo die von der Schließung betroffenen Betriebe ihre Dienstleistungen anbieten beziehungsweise Teile ihrer Produktpaletten in den Betriebsstätten verkaufen oder auch Teile des Betriebs wie Werkstätten offenhalten können. Darunter fallen etwa Dienstleistungen bei Privatkunden vor Ort wie Montagen oder akute Schadensbehebungen bei Strom, Wasser, Gas, Wärme, Aufsperrungen. Auch sind Fußpflege bei Diabetikern und Heilmassagen erlaubt, weil sie eine Ausnahme im Gesundheitsdienstleistungsbereich sind. Wichtig ist, betont die WKO, dass es zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen kommt. Ein Beispiel: Der Baustoffhandel darf Tierfutter verkaufen, nicht aber Baustellen beliefern; die Elektrotechnik darf Wartungen durchführen, nicht aber das Verkaufsgeschäft; der Buchhalter kann weiterhin seiner Arbeit nachgehen, aber nur telefonisch oder online.

Infonummern:

  • Arbeitsrechtliche Fragen von Arbeitnehmer (Hotline der AK und ÖGB): 0800 221 200 80 (werktags 9 bis 19 Uhr) (oder www.jobundcorona.at)
  • Arbeitsrechtliche Fragen von Unternehmen (Hotline der WKO): 0590900 4352
  • Bei konkreten Fragen, für Telefonnummern und Kontakte: siehe hier die Infos der WKO
Autor:

Nina Schemmerl aus Graz-Umgebung

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