Graz-Umgebung
44 Verdachtsflächen im Bezirk

Fordert mehr Engagement: LAbg. Sandra Krautwaschl
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  • Foto: Die Grünen
  • hochgeladen von Alois Lipp

Eine Sanierung der Altlasten bis 2030 sei laut Regierung unrealistisch.

Nachdem Ende des Vorjahres in Schrems bei Frohnleiten erhöhte Bleiwerte im Boden festgestellt worden waren, brachte Grünen-Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl eine umfangreiche Landtagsanfrage an Umweltlandesrat Anton Lang ein. Die Abgeordnete wollte damit herausfinden, wie viele Altlasten es in der Steiermark überhaupt gibt und bis wann diese saniert werden.

Sanierung in weiter Ferne

Nun liegt die Antwort der Landesregierung vor, und das Ergebnis ist durchaus erschreckend: Allein im Bezirk Graz-Umgebung meldet der Umweltlandesrat 44 solcher Verdachtsflächen. Unter Verdachtsflächen verstehen sich "abgrenzbare Bereiche von Altablagerungen und Altstandorten, von denen aufgrund früherer Nutzungsformen erhebliche Gefahren für die Gesundheit des Menschen oder die Umwelt ausgehen können", lässt das Büro des Landesrates Lang auf Nachfrage der WOCHE wissen. „Bis wann alle Altlasten saniert sein werden, lässt sich seriös nicht abschätzen“, so die Landesregierung in ihrer Antwort. „Eine Sanierung der Altlasten bis 2030 ist unabhängig von den nicht vorhandenen Fördermitteln unrealistisch, da österreichweit, aber auch im benachbarten Ausland die Kapazität an qualifizierten Ingenieuren zur Planung der Sicherungen, aber auch Firmen, die die Sanierungen ausführen können, nicht vorhanden ist“, heißt es weiter.
"Es braucht definitiv mehr Engagement seitens der Landesregierung“, fordert die Grünen-Umweltsprecherin. „Es kann doch nicht sein, dass der Umweltlandesrat nur mit den Schultern zuckt und meint, es sei unrealistisch, bis 2030 alle Altlasten zu sanieren", sagt Krautwaschl. Zur Causa Schrems gab das Büro des Landesrates zu Protokoll: „Den aktuellen Stand der Untersuchungen betreffend kann mitgeteilt werden, dass mittels eines halbquantitativen Screenings die mit Blei kontaminierten Bereiche um das Ortszentrum Schrems grob abgegrenzt werden konnten. Im Bereich der Verdachtsfläche wurden Pflanzenproben gezogen und analysiert. Zur Entwarnung können mangels detaillierter Untersuchungsergebnisse derzeit keine Aussagen getroffen werden." Noch im Winter soll allerdings ein Maßnahmenkatalog für die betroffene Bevölkerung erstellt werden.

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