„Kein Mehrwert für Bürger“

Die Landeshauptleute Franz Voves und Vize Hermann Schützenhöfer standen den Bürgermeistern Rede und Antwort.
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  • hochgeladen von Heimo Potzinger

Robert Hammer von Unterlamm spricht für die Masse der Bürgermeister.

Über 200 Gemeindechefs waren zur letzten von drei Bürgermeisterkonferenzen gekommen, um den Landeshauptleuten die Meinung zu sagen. Franz Voves und Vize Hermann Schützenhöfer standen in St. Margarethen an der Raab Rede und Antwort. Das Thema: die Pläne zur Gemeindestrukturreform. Mit ihrem Werben um Verständnis für ihr Reformvorhaben stieß die Landesspitze auf wenig Gegenliebe. Kurt Deutschmann allerdings sollte sich als glühender Verfechter von Zusammenlegungen outen. Bei seinen Kollegen fiel der Feldbacher Stadtchef allerdings in Ungnade – und zwar tief. Für seinen verbalen Rundumschlag hagelte es Kritik von allen Seiten.
Ab 2015 sollen die Fusionen wirksam werden. „Es gibt kein Drüberfahren. Wir stehen am Beginn des Dialogs“ , versuchte Voves zu Beginn klarzustellen. Es ginge darum, die Mittel effizienter für richtige Impulse und damit Arbeitsplätze einzusetzen. Auch Schützenhöfer war um Besänftigung der Gemüter bemüht. Identität beginne nicht auf der Gemeindestufe. Doch die Bürgermeister aus den Bezirken Feldbach, Fürstenfeld, Hartberg, Leibnitz, Radkersburg und Weiz hatten sich für den Diskussionsabend längst ein Konzept zurechtgelegt. (Fast) einhelliger Tenor: Nein zu Zwangsfusionen.

Bürgermeister holten tief Luft
Glaubt man den Berechnungen von Hermann Grassl aus Hartl, verursachen größere Einheiten höhere Kosten. Sein Fazit: „Ja zu verstärkter Zusammenarbeit in den Kleinregionen, nein zu Zusammenlegung ohne breite Zustimmung in der Bevölkerung.“ Reformbedarf hingegen ortet Christoph Stark (Gleisdorf). Was Förderungen betrifft, stünden die Gemeinden untereinander zu sehr im Wettbewerb. „Im Großen kann man besser planen“, plädierte Helmut Kienreich (Weiz) für Zusammenlegungen. Robert Hammer aus Unterlamm sprach hingegen für die Mehrheit im Saal: „Ich sehe darin keinen Mehrwert für die Bürger.“

Zitate

Franz Matzer, Pirching am Traubenberg: „Nach der Zusammenlegung wird es keinen Meter weniger Gemeindeweg geben.“

Hermann Glettler, St. Margarethen: „1968 gab es Aufbruchstimmung. Heute ist das Gegenteil der Fall. Grund dafür ist, dass wir zu wenig Information bekommen.“

Karl Lenz, Stainz bei Straden: „Nicht alle über einen Kamm scheren und wenn notwendig über 2015 hinaus Zeit lassen!“

Anton Doppler, St. Jakob im Walde: „Ländliche Gemeinden werden ausgedünnt.“

Christoph Stark, Gleisdorf: „Wenn man den Teich trockenlegen will, darf man nicht die Frösche fragen.“

Kurt Deutschmann, Feldbach: „Das Ganze ist ein Problem der Funktionäre und kein anderes.“

Autor:

Heimo Potzinger aus Südoststeiermark

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