Conny Hütter freut sich auf das "Heimrennen" in Zauchensee

Schi-Ass Conny Hütter aus Kumberg will diese Saison ordentlich im Weltcup mitmischen. Vielleicht geht's sogar nach Sochi.
  • Schi-Ass Conny Hütter aus Kumberg will diese Saison ordentlich im Weltcup mitmischen. Vielleicht geht's sogar nach Sochi.
  • Foto: Lukas Sauseng Photography
  • hochgeladen von Johannes Häusler

Conny, wie geht es Ihnen jetzt nach den ersten Rennen der Saison? Zufrieden mit Ihren Ergebnissen?
Ich bin mit den ersten Rennen sehr zufrieden. Ich habe in acht Rennen jedes Mal gepunktet, bin also immer unter die ersten 30 gefahren. Schon der 7. Platz in Lake Louise hat mir gezeigt, dass ich auch vorne reinfahren kann, wenn alles super passt. Und der dritte Platz in Val d'Isere war natürlich das absolute Highlight mit dem ich selbst nicht rechnen konnte. Der erste Stockerlplatz im Weltcup ist ein Ereignis, das ewig in Erinnerung bleibt. Ich bin aber auch ehrgeizig genug, dass ich sage, dass noch viel mehr möglich ist und ich die hundert Prozent Leistungsvermögen noch lange nicht erreicht habe.

Was bedeutet es für Sie, jetzt wieder in der höchsten Klasse des Schi-Sports, dem FIS World Cup, anzutreten?

Der Weltcup ist natürlich eine ganz andere Welt als der Europacup. Er hat viel mehr Bedeutung in den Medien, wird von den Leuten stärker wahrgenommen und ich merke einfach das steigende Interesse an meiner Person. Auch in puncto Umfeld hat sich viel geändert, als Athletin wird dir alles so einfach wie möglich gemacht, sodass du dich voll und ganz aufs Rennfahren konzentrieren kannst. Selbstverständlich ist es aber auch sportlich gesehen ein großer Unterschied. Im Weltcup fahren wirklich die besten Skirennläufer der Welt, da ist der Kampf um Hundertstelsekunden viel größer und jeder kleinste Fehler wird sofort bestraft.

Was sind Ihre Ziele für diese Saison?
Ich habe mir keine genauen Ziele gesetzt. Ich will in jedem Rennen so weit vorne wie nur möglich landen, also immer punkten. Auch wenn wir in einer Olympiasaison stehen, sage ich jetzt sicher nicht, dass die Spiele mein großes Ziel sind. Es wartet noch viel Arbeit auf mich, in unserem starken Team ist es nicht so einfach, dass man sich für so ein Großereignis qualifiziert. Aber wenn man im Weltcup gute Ergebnisse liefert, dann ergibt sich Olympia von selbst.

Wie sieht ein klassischer Arbeitstag im Leben der Conny Hütter aus?
Das ist immer verschieden und hängt natürlich davon ab, ob es ein Wettkampftag oder ein Trainingstag ist. Man muss sich auf jeden Fall immer genau darauf einstellen, einmal heißt es früher aufstehen, einmal bisschen später.
Bei einem Trainingstag sieht das Ablauf so aus: Frühstücken, rauf auf die Piste und einfahren, dann ca. fünf Läufe auf Wettkampftempo, wo vor allem auf die Qualität und nicht auf Umfang Wert gelegt wird. Nach dem Mittagessen gibt es eine Konditionseinheit, die umfangreicher ist, danach Videoanalyse und Besprechung mit Servicemann und dann war's das.
Ein Wettkampftag sieht so aus: Frühstücken, rauf auf die Piste, Einfahren und Besichtigen des Kurses. Danach bereitet man sich in der Hütte auf den Start vor, checkt das Material (Brille, Protektoren usw.) und wärmt sich für das Rennen auf. Nach dem Wettkampf geht es wieder zurück ins Hotel – wenn man aufs Stockerl fährt, stehen davor noch ein paar Interviews und Termine an :-) Nach dem Mittagessen folgen ein paar Auslockerungsübungen, Laufen oder Radfahren, etwas Konditionstraining und natürlich wieder Videoanalysen. Nach dem Abendessen und der Besprechung mit dem Servicemann gibt es noch die Besprechung für den nächsten Tag und danach hoffentlich genügend und erholender Schlaf :-)

Ihr nächstes Weltcuprennen ist in Zauchensee – also in der Heimat. Mit welchen Erwartungen fahren Sie dort hin?
Ich erwarte mir, dass viele Bekannte und Freunde aus meiner Heimat Kumberg und Umgebung nach Zauchensee kommen :-) Ich habe gehört, dass rund 230 Personen mit Bussen und Autos nach Zauchensee fahren werden, das könnte echt eine riesige Stimmung werden. Es freut mich natürlich, dass so viele meiner Fans mitfiebern, wenn ich auf der Strecke bin. Bei Heimrennen bin ich bis dato immer recht gut gewesen, das ist also kein zusätzlicher Druck für mich. Zum Beispiel hatte ich im Vorjahr in St. Anton mein erstes Top-10-Ergebnis. Die Abfahrt in Zauchensee kenne ich, ich bin dort schon Europacup und FIS-Rennen gefahren. Sie ist sehr spektakulär und ich freue mich echt schon riesig drauf.

Autor:

Johannes Häusler aus Weiz

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