Kein Platz für die US-Cars Peicher Styrian Hurricanes?

Aufstieg in die Division II: Die US-Cars Peicher Styrian Hurricanes beweisen, was Austrian Football kann.
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  • Foto: Daniel Fauland
  • hochgeladen von Nina Schemmerl

Scheiden tut weh, auch im Sport. Seit zehn Jahren ist das Freizeitzentrum Stallhofen die Heimat der US-Cars Peicher Styrian Hurricanes. Nun erweisen sich Stadion und Trainingsplatz als der härteste Gegner der Footballer, denn sie und der SV Stallhofen gehen ab sofort getrennte Wege.

Trainingsplatz gestrichen

Im Vorjahr haben sich rund 2.500 Zuschauer in nur sechs Spielen zusammengefunden, um die Hurricanes anzufeuern. Und um zu zeigen, was eine Randsportart hierzulande kann. Doch auch der Support der Fans half relativ wenig, als bei der Generalversammlung des SV einstimmig beschlossen wurde, dass den Footballern der Trainingsplatz gestrichen wird. Die Begründung: "Wir bekommen nächstes Jahr zwei weitere Fußball-Gruppen dazu. Der Platz reicht einfach nicht mehr. Die Spiele können ja hier noch ausgetragen werden, nur mit dem Training wird es nichts mehr", sagt SV-Obmann Alois Reinisch. Für die Hurricanes kam die Entscheidung überraschend.

Fußball vs. Football

Mit dem Duell Fußball vs. American Football habe das aber nichts zu tun, wie Reinisch betont. "Uns ist bewusst, dass der Fußball die Nummer eins in Österreich ist. Aber wir sind eine aufstrebende Mannschaft. Und wir haben immer gewusst, dass wir hier auf einem Fußballplatz trainieren, dass wir Gäste sind", sagt Canes-Obmann Martin Grambichler über ein ganzes Jahrzehnt, in dem die Footballspieler aus der Weststeiermark und Graz hier waren. "Wir verlassen Stallhofen daher schon schweren Herzens. Natürlich gab es intern Sorgen, wie es dann weitergehen soll. Aber wir haben uns mit der Entscheidung nun abgefunden und bedanken uns für die Zusammenarbeit."

Neue Verhandlungen

Ob es doch noch eine Lösung gibt? "Wir müssen natürlich noch Gespräche mit dem Bürgermeister führen. Wir hoffen, dass wir in zwei, drei Jahren zu einer kommen", antwortet Reinisch. So weit wird es allerdings wahrscheinlich nicht kommen, denn die Hurricanes gehen aus der ehemaligen Zusammenarbeit nicht als das traurige Scheidungskind hervor. Es gibt, wie Grambichler verrät, nämlich bereits Gespräche mit einer anderen Gemeinde.

Die Jugend geht vor

Und die wird sich glücklich schätzen. Denn obwohl die raue und eine der härtesten Sportarten erst in den vergangenen Jahren auf rot-weiß-rotem Rasen an Zuspruch gewann, haben sich die Hurricanes bewiesen und sind in die Division II aufgestiegen. Darüber hinaus punktet die Mannschaft – die übrigens mit Marie Pribyl eine der taffsten Frauen als Teil des Teams hat – mit einer außergewöhnlichen Jugendarbeit. "Im Moment sind 30 dabei. Und der Ansturm ist nach wie vor groß", sagt Grambichler über die "Rising Canes". "Die Jugendarbeit ist uns echt wichtig. Wir müssen an den Nachwuchs denken. Die ersten Spiele wurden schon erfolgreich bestritten. So kann’s natürlich weitergehen." Deshalb werden nicht nur Erwachsene, sondern auch Jugendliche (ab 14) regelmäßig zum Kennenlernen des Sports eingeladen. Infos zur Mannschaft: www.facebook.com/StyrianHurricanes

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