Ein Hilfspaket für die Dürreverluste

Dürreopfer Kürbis: "Ölalarm" auf einem Kürbisfeld in der Nähe von Hürth bei Klöch.
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Der kurze Regen brachte der Landwirtschaft eine kleine Verschnaufpause für einzelne Kulturen. Die bisherigen Dürreschäden sind aber schwer und teilweise irreparabel. Besonders betroffen sind in der Südoststeiermark Holunderkulturen, Mais, Kürbis, Käferbohnen und frühe Obstsorten.
"Ich habe ein Hilfspaket für dürregeschädigte Bauern vorgeschlagen, das die Regierung nun beschlossen hat. Es wird Unterstützung für die betroffenen Bauern geben", berichtete Bundesminister Nikolaus Berlakovich bei einem Lokalaugenschein in der Südoststeiermark, den er gemeinsam mit Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski, dem Landtagsabgeordneten Anton Gangl und Nationalratswahlkandidatin Maria Pein durchführte.
Das Hilfspaket beinhaltet fünf Maßnahmen. Betriebe, deren Futtermittel knapp werden, sollen einen Zuschuss für einen Zukauf von Ersatz erhalten. Bei Agrarinvestitionskrediten ist die Stundung von Tilgungsraten möglich. Um bei finanziellen Engpässen Betriebsmittel kaufen zu können, werden nicht rückzahlbare Zinszuschüsse gewährt, deren Höhe aber noch unklar ist. Naturschutzwiesen können mehrfach gemäht werden.

Bewässerung
Bei Abgeltungen für nicht versicherbare Kulturen sind noch einige Faktoren zu berücksichtigen. Um die genauen Schäden zu eruieren, müssen die Ernten abgewartet werden. Man rechnet österreichweit mit einigen hundert Millionen Euro. Außerdem müssen neue EU-Richtlinien festgelegt werden, was etwa ein halbes Jahr dauern wird. Erst dann kann man mit Entschädigungen rechnen.
Um in Zukunft Ernten zu sichern, hält Gangl einen Wasserbewirtschaftungsplan für wichtig. "Das Problem heuer war die ungünstige Verteilung der Niederschläge. Wir müssen nun in Bewässerungssysteme investieren", meint der Obstbauer. Rückhaltebecken würden außerdem das Kleinklima positiv beeinflussen und deren Errichtung wäre ein regionaler Impuls für die Wirtschaft.
Wlodkowski bringt auch das Thema Versicherung zur Sprache: "Bei Dürre und Frost gibt es keinen Zuschuss, die Bauern zahlen selbst. Die Prämien sind zwar nicht sehr hoch, die Höhe der Entschädigungen aber ebenso." Hier könnte sich der Kammerpräsident einen Zuschuss bei Versicherungsprämien durch die öffentliche Hand vorstellen.

Autor:

Walter Schmidbauer aus Südoststeiermark

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