Eine saubere Sache für die Umwelt

Thomas Pöschl und Josef Marchel von "MP Wash" freuen sich über schmutzige Winter und heiße Sommertage gleichermaßen. Denn egal, welches Wetter: Herr und Frau Österreicher haben das Auto gerne schön geputzt. Die Selbstbedienungswaschanlage in Gratwein-Straßengel, Ortsteil Judendorf, verfügt darüber hinaus über ein besonders regionales Extra, das auch der Umwelt Gutes tut.

WOCHE: Wie kamen Sie auf die Idee, eine Selbstbedienungswaschanlage zu eröffnen?
Josef Marchel:
Ich hatte damals schon länger mit dem Gedanken gespielt, mich selbstständig zu machen. Irgendwie hat sich das mit der Waschanlage so ergeben. Und der Standort ist perfekt, weil wir auf dieser Pendlerstrecke viele Kunden erreichen können. Die Leute in der Gemeinde, in umliegenden Gemeinden und auch aus Graz zählen zu unseren Kunden.

Man möchte davon ausgehen, dass eine Waschanlage in den Wintermonaten kein Geschäft macht ...
Gerade im Winter werden Autos häufiger gewaschen. Es wird im Winter immerhin zum Muss, sein Auto zu waschen. Im Sommer geht es darum, ein schön geputztes Auto zu präsentieren. Im Winter kommt neben der normalen Pflege noch der Sicherheitsaspekt dazu. Denn das Salz und der Dreck sind nicht gut für das Auto, das weiß jeder. Außerdem ist die Polizei happiger geworden. Wenn zum Beispiel das Kennzeichen vor lauter Schmutz nicht mehr zu erkennen ist, kann es schon zu Strafen kommen. Davon erzählen uns auch viele Kunden. Ein dreckiger Winter und ein besonders sonniger Sommer sind also die besten Geschäftszeiten.

Warum sollte man sein Auto selbst waschen, wenn es doch Autowaschanlagen gibt?
Es wird zukünftig beides geben, denn hierzulande ist man bereit, für sein Heiligtum, das Auto, Geld auszugeben, damit es schön glänzt. Waschanlagen haben aber leider den Nachteil, dass die Bürsten recht selten gewechselt werden. Sie nutzen sich ab und sorgen für Kratzer. Wer selbst Hand anlegt, der achtet besonders auf sein Auto. Früher hat man noch gerne zu Hause gewaschen. Aber das ist doch viel Aufwand und kostet viel Zeit bei der Vorbereitung. Außerdem: Wo soll das Wasser denn hinrinnen? In einer Wohnsiedlung geht so was überhaupt nicht mehr.

"MP Wash" steht für Nachhaltigkeit. Wie lässt sich das erklären?
Wir sind einer der wenigen in ganz Österreich, die für das Erhitzen des Wassers auf eine Heizung mit biogenen Brennstoffen setzen. Kein Gas, kein Heizöl – der Trend geht davon weg. Damit sparen wir über 47 Tonnen Kohlendioxid im Jahr ein. Die kommen auch aus den umliegenden regionalen Wäldern. Wir verwenden auch ökologische Waschmittel auf pflanzlicher Basis, die abbaubar sind. Und wir bieten lange Waschintervalle, ein Teil des Wassers wird wieder aufbereitet.

Apropos regional: Sie unterstützen doch auch regionale Vereine, stimmt’s?
Ja, wir unterstützen unsere Fußballdamen. Wir stellen die Selbstbedienungswaschanlage zur Verfügung, und sie putzen Autos gegen eine Spende. Wenn schönes Wetter ist, ist besonders viel los. (lacht)

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