Erfolg für steirischen Biodiesel-Pionier BDI
Mit Altöl auf der Überholspur

Das weltweit erste Biodiesel-Herstellungsverfahren mit wiederverwertbarem Katalysator kommt aus Raaba-Grambach.
2Bilder
  • Das weltweit erste Biodiesel-Herstellungsverfahren mit wiederverwertbarem Katalysator kommt aus Raaba-Grambach.
  • Foto: BDI-BioEnergy International GmbH
  • hochgeladen von Andrea Sittinger

Mit seinem neuen RepCAT-Verfahren („Repeatable Catalyst“) unterstreicht der steirische Biodiesel-Anlagenbauer und Technologie-Entwickler, die BDI-BioEnergy International GmbH, seine Rolle als visionäres Unternehmen. Davon überzeugte sich zuletzt auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, die das innovative Verfahren akribisch begutachtet, positiv bewertet und für die Biodiesel-Produktion freigegeben hat.

Aus Gefahr Nutzen schaffen

Hochrisiko-Fette zu 100 Prozent sicher entsorgen, indem aus ihnen Biodiesel hergestellt wird? Ja, das ist möglich – dank des neuen RepCAT-Verfahrens von BDI-BioEnergy International, dem heimischen Biodiesel-Anlagenbauer und Technologie-Entwickler mit Firmensitz in Raaba-Grambach. Bei Hochrisiko-Fettmaterial handelt es sich um stark verschmutzte Tierfette, die zum Beispiel im Rahmen der Tierkörperverwertung unweigerlich entstehen und eine Gefahr für die Umwelt darstellen können. Bislang mussten diese Fette in Verbrennungsanlagen oder auf Sondermülldeponien entsorgt werden. Mit der RepCAT-Technologie entwickelte BDI-BioEnergy International ein innovatives und vor allem auch umweltschonendes Biodiesel-Herstellungsverfahren, das die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA = European Food Safety Authority) jetzt als offizielle Entsorgungstechnologie zugelassen hat.

Weltweite Premiere

Das sogenannte RepCAT-Verfahren von BDI-BioEnergy International basiert auf einer patentierten, nachhaltigen Technologie, bei der ein recycelbarer Katalysator zur Biodiesel-Herstellung zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Biodiesel-Herstellungsverfahren bietet diese Technologie gleich zwei wesentliche Vorteile: Zum einen verbessert sie die Qualität der beiden Endprodukte Biodiesel und Glycerin entscheidend. Während Biodiesel seiner Bestimmung als Treibstoff nachkommt und den weltweit strengsten Normen entspricht, findet Glycerin vor allem in verschiedensten Pharma- und Kosmetikprodukten Verwendung. Zum anderen vermeidet die Herstellungstechnologie nicht nur eine kostspielige Aufbereitung der Nebenprodukte, sondern reduziert zugleich sämtliche Betriebsmittelverbräuche: Sie verbraucht weniger Energie, weniger Wasser und benötigt keinen neuen Katalysator, da er wiederverwertet werden kann.

Meilenstein in der Unternehmensgeschichte

Bereits vor sieben Jahren hat das höchst engagierte Forschungsteam der BDI-BioEnergy International GmbH begonnen, an der Zulassung des selbst entwickelten RepCAP-Verfahrens als offizielle Entsorgungstechnologie zu arbeiten. Die Grundlage für die positive Beurteilung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bildeten unter anderem gemeinsame Versuche mit dem renommierten Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die sogar zu einer anerkannten Fachpublikation führten. „Dieser Erfolg spiegelt unser kontinuierliches Bemühen wider, unseren Kunden die beste technische Lösung anbieten zu können. Und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Biodiesel-Produktion positiv zu beeinflussen, so dass unsere Kunden einen deutlichen Marktvorteil gegenüber ihren Mitbewerbern generieren können“, so Markus Dielacher, CEO BDI-BioEnergy International.

Drei neue Großanlagen

Seit ihrer Gründung 1996 hat sich die BDI-BioEnergy International GmbH der Entwicklung von innovativen und ressourcenschonenden Technologien verschrieben. Vor allem im Bereich der Biodiesel-Produktion aus Rest- und Abfallstoffen konnte das steirische Unternehmen immer wieder neue technologische Maßstäbe setzen. So hat BDI-BioEnergy International zum Beispiel weltweit die ersten Anlagen gebaut, die Altspeiseöle, tierische Abfallfette oder Fettabscheiderfette für die Herstellung von wertvollem Biodiesel verwendet haben. Derzeit entstehen drei industrielle Biodiesel-Großanlagen – ausgestattet mit der neuen RepCAT-Technologie: Die Anlage in Kalifornien (USA) wird noch in diesem Jahr ihren Betrieb aufnehmen, gefolgt von einer Anlage für die Envien-Gruppe in Osteuropa (Ende 2021) und für Cargill in Bioro/Belgien (2022).

Das weltweit erste Biodiesel-Herstellungsverfahren mit wiederverwertbarem Katalysator kommt aus Raaba-Grambach.
"Derzeit entstehen auch drei industrielle Biodiesel-Großanlagen – ausgestattet mit der neuen RepCAT-Technologie", erklärt BDI Geschäftsführer Markus Dielacher. Die Anlage in Kalifornien (USA) wird noch in diesem Jahr ihren Betrieb aufnehmen, gefolgt von einer Anlage für die Envien-Gruppe in Osteuropa (Ende 2021) und für Cargill in Bioro/Belgien (2022).


Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen