WKO
Stimmungsbericht aus der Gastronomie

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Rund 6.500 Gastronomiebetriebe gibt es in der Steiermark, sie alle bieten ihre Leistungen in unterschiedlichen Bereichen wie Restaurant, Bistro oder Cafés an. Und sie alle sind vom behördlich verordneten Betretungsverbot ihrer Geschäftsräumlichkeiten durch die Maßnahmen der Bundesregierung betroffen. Existenzängste plagen die Unternehmer. WKO-Fachgruppenobmann der Gastronomie Steiermark Klaus Friedl spricht über die aktuelle Situation.

Lob und Kritik

Soziale Kontakte einschränken und damit die Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen, das trifft vor allem die Gastronomie. Denn in Restaurants, Cafés oder Hotels kommen viele Menschen zusammen. Bis zum 16. März war es möglich, den Betrieb bis 15 Uhr offen zu lassen, seither muss die Gastro bis, wie bislang geplant, 13. April gänzlich die Türen zu haben. Einige Betriebe haben umgestellt und auf Lieferservice ohne Kundenverkehr gesetzt. Doch auch diese werden immer weniger.

„Vorweg ein großes Lob für die Regierung, wie sachlich sie die Themen abarbeiten. Mein Respekt“, sagt Friedl der WOCHE GU-Nord. Trotzdem fordert er Hilfe für die Gastronomie und Hotellerie. „Ich spreche hier nicht von Stundungen bei Kreditzahlungen oder Versicherungen sowie Steuer- und Sozialversicherungen. Hier handelt es sich nur um ein Verschieben der Zahlungen in die Zukunft“, so Friedl. Denn irgendwann müssen diese Zahlungen nachgeholt werden. Für ihn geht es aktuell viel mehr um nicht rückzahlbare Einmalzahlungen, die den Unternehmer entlasten könnten: „Die Lage ist prekär und für viele aussichtslos, wenn die Situation noch länger anhält.“ Er selbst ist laufend mit unterschiedlichen Gastronomiebetrieben in Kontakt und „alle bestätigen mir, dass sie mit der Arbeit der Regierung sehr zufrieden sind, aber im gleichen Atemzug kommen immer dieselben Statements“. Etwa, dass kein Euro Umsatz gemacht wird, die Betriebskosten, Kosten für Strom, Heizung oder Elementarversicherungen, noch drei, vier Wochen gehalten werden können - aber dann? „Hierfür ist der Härtefond mit einem Volumen von einer Milliarde und ein Fond mit 15 Milliarden Euro Volumen beschlossen worden. Sehr gut“, so Friedl, der aber hinzufügt: „ Aber wie viel wird der einzelne Unternehmer bekommen? Reicht es, um den Betrieb über Wasser zu halten?“

Laufend mit unterschiedlichen Gastronomiebetrieben in Kontakt: Klaus Friedl


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