Was die heimische Wirtschaft bewegt

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Graz-Umgebung zählt steiermarkweit zu den attraktivsten Standorten für Unternehmer. Während die heimischen Wirtschaftstreibenden quer durch die Branchen Großes leisten, werden sie durch bestimmte Rahmenbedingungen oft in ihrer täglichen Arbeit herausgefordert. Die Wirtschaftskammer Steiermark ist im Bezirk unterwegs und macht auf die Wichtigkeit der regionalen Standortentwicklung aufmerksam.

Unternehmensgründung

Auf einer Fläche von 1.086 Quadratkilometern leben 151.000 Einwohner: Graz-Umgebung wächst rasant. Das spürt auch die heimische Wirtschaft. Allein im Vorjahr zählt die Wirtschaftskammer 806 Unternehmensgründungen im Bezirk. Erfreulich ist auch die geringe Arbeitslosenrate in Graz-Umgebung, die mit 5,7% die zweitniedrigste im steirischen Bezirksvergleich ist. Trotz dieser guten Nachrichten kämpfen Unternehmen mit neuen Gesetzen, starren Regelungen und Auflagen.

WKO on Tour

Im Rahmen der jährlichen "WKO on Tour" mit Vizepräsident Benedikt Bittmann, Regionalstellenobmann Michael Hohl und Regionalstellenleiter Stefan Helmreich wurde vergangene Woche direkt vor Ort nachgefragt, wo der vielzitierte Schuh drückt. Das Ergebnis: Mindestlöhne und Arbeitszeitregelungen sind häufige Diskussionsthemen der Unternehmer.
Mindestlöhne
Geht es nach den Gewerkschaften, soll der Mindestlohn bei 1.500 Euro liegen. Für Klein- und Mittelbetriebe (die 99 Prozent der steirischen Unternehmen ausmachen) ist das, lässt die WKO wissen, so nicht umsetzbar. "Im realen Wirtschaftsleben gibt es wohl kaum einen Chef, der seinen Angestellten nicht 1.500 Euro Gehalt gönnen würde. Aber die Realität, sprich das, was ein Kunde für ein Produkt bzw. eine Dienstleistung zu zahlen bereit ist, ist nun einmal mancherorts eine andere", sagt Bittmann.
Österreich würde, führt die WKO an, damit "zum Vizeeuropameister beim Mindestlohn aufsteigen" und befürchtet in weiterer Folge durch die Differenz heimischer und ausländischer Arbeitgeber die Abwanderung ganzer Branchen. Dadurch könnte sich der Druck am heimischen Arbeitsmarkt verstärken.

Arbeitszeitregulierung

Zudem fordert die WKO eine Verbesserung im Bereich Arbeitszeiteinteilung. "Flexiblere Arbeitszeiten sind nicht nur notwendig, um Auftragsspitzen von Unternehmern abzudecken, sondern auch ein Wunsch vieler Mitarbeiter", meint Hohl. Besonders in Bezug auf das Thema Kinderbetreuung würde vermehrt die Forderung laut, Möglichkeiten zur besseren Einteilung der Arbeits- und Freizeit zu schaffen. „Moderne Arbeitswelten benötigen moderne Arbeitszeitgesetze."

Besuchte Firmen:
- Monis GmbH (Gratkorn)
- A.M.G. Dienstleistungs GmbH (Gratkorn)
- Gasthaus Hoaterwirt (Schrems)
- Perusch-Paletten GmbH (Frohnleiten)
- Flecks Steirerbier GmbH (Frohnleiten)

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