08.08.2016, 16:41 Uhr

Einen Besuch wert!

Thal: Kirche St. Jakob |

Jakobuskirche Thal

Rund 4 Kilometer von Graz liegt die Gemeinde Thal. Ein Ort, mitten im grünen Wald, bekannt auch durch den romantischen Thalersee. Noch nie gehört? Zumindest ein Bürger des Ortes hat es zu Weltruhm gebracht: Arnold Schwarzenegger. Das wäre doch genügend Grund für einen erlebnisreichen Ausflug.

Seit 1994 verfügt Thal auch noch über eine ganz besondere architektonische Attraktion: Die Pfarrkirche St. Jakob, die vom österreichischen Künstler Prof. Ernst Fuchs phantasievoll gestaltet wurde.
1987 erstellte der Architekt des Bischöflichen Bauamtes, Dr. Manfred Fuchsbichler, den Plan, die alte Kirche weitgehend zu erhalten und einen Neubau einzufügen.

Im April 1992 wurde mit dem Neubau begonnen. In zwei Jahren wurde die neu geplante Kirche angebaut und die künstlerische Gestaltung erfolgte durch Ernst Fuchs. Die innere Ausgestaltung des gesamten Komplexes zeigt phantastische Farben- und Formenvielfalt, Lichteffekte beeindrucken den Besucher. Das Äußere der Kirche wurde im Zuge der Kirchenerweiterung völlig neu gestaltet. Bedeckt ist das Bauwerk mit drei unterschiedlich großen Satteldachkonstruktionen, die sich fächerförmig über einen trapezförmigen Grundriss spannen. Der gesamte Bau hat den Charakter eines spitzen Kristalls, der an die Dachformen des Altbestandes angeglichen wurde.

Die Fassade des Kirchenneubaus ist aus Hartbrandziegeln und patinierten Kupferblechen. Die Mauern des alten Baukörpers sind verputzt, türkisfarben gestrichen und teilweise mit Kiesapplikationen geschmückt.
Im Innenraum blickt man auf einen offenen in allen Regenbogenfarben gestrichenen Dachstuhl. Die Sitzreihen sind wellenförmig angelegt und tragen zu der besonderen Atmosphäre bei.

Ein Glasfenster in der Apsis zeigt ein Maria-Hilf-Bild, eine Kopie des bekannten Gemäldes von Lukas Cranach im Innsbrucker Dom. Die Jakobsmuschel, das Symbol des Apostels Jakobus, findet sich vielfach in der Kirche. Im Innenraum lenkt ein Kristallkreuz mit Svarovski-Kristallen und Murano-Glaselementen den Blick auf den zentralen Altar, welcher ebenfalls aus Kristallglas besteht. Unter diesem Altar wurde eine Reliquie des heiligen Sebastian, des ursprünglichen Kirchenpatrons der Thaler Kirche, beigesetzt.

Um die Kirche herum und bis in den Bau zum Altar führt ein Kieselweg. Er ist als Pilgerweg gestaltet und soll an den Hl. Jakobus, den Patron der Pilgerreisenden, erinnern.

Die Kirche ist sehenswert und immer einen Besuch wert.
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Elfriede Endlweber aus Graz-Umgebung | 08.08.2016 | 18:54   Melden
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Erika Bauer aus Bruck an der Mur | 08.08.2016 | 19:10   Melden
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Poldi Lembcke aus Ottakring | 08.08.2016 | 20:36   Melden
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Petra Maldet aus Neunkirchen | 08.08.2016 | 23:04   Melden
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Hannelore Zibar aus Landstraße | 08.08.2016 | 23:10   Melden
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Ferdinand Reindl aus Braunau | 09.08.2016 | 12:47   Melden
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