13.02.2018, 11:20 Uhr

Meine Bütt

Urheber unbekannt (Foto: unbekannt)
Laut Wikipedia ist: „eine Büttenrede eine ursprünglich im
westdeutschen Kulturraum zur Fastnachtszeit
(Karneval, Fasching) meist auf Karnevalssitzungen
vorgetragene Rede.


Meine Bütt!

Heut früh zwischen fünf und sechs, als ich erwacht,
war es Ende, einer traumvollen Nacht.
Ich hör meine Liebste so neben mir schnaufen,
ich steh auf und beginn zu laufen,
denn Probleme habe ich, einen ganzen Haufen,
mit meinen letzten Haaren könnte ich raufen,
der Kopf tut weh, nicht nur wegen dem vielen Saufen.

Ein Kostüm als wichtiger Mann könnte ich kaufen
es ist Fasching ja, heute könnte ich als Büttenredner laufen.
Denn wer nicht gescheit ist und wer nichts kann,
Stellt sich den Narren und fängt als Büttenredner an.

Themen gäb´s genug in dieser Zeit,
Mit Sprüchen kommt man heut sehr weit.

Wie seht ihr gegen Gottes Schöpfung an,
weil Gott auch nicht alles besser kann?
Frage: warum erlaubst er`s und lässt alles gesehen,
hat eh keinen Sinn, auch Gott hat das Recht nicht hinzusehen,
Das selbe zu tun ist uns von den Studierten empfohlen,
weil es so ist wie es ist, wurde von oben sogar befohlen!

Auch glauben manche, wir bewegen uns Richtung Diktatur,
wo wesentliche Elemente der Demokratie zwar pur,
gewählt haben wir das Parlament, wo`s keine Opposition mehr gibt,
werden "aufgeklärt“, dass uns die Politik nur belügt?

Dagegen aufzubegehren ist zwar wichtig,
der Erfolg ist leider oft nur schichtig.
Man verschwendet Zeit, auch das ist bekannt
So mancher lief schon gegen die Wand,
die Wirklichkeit ist Vielen viel zu schwierig,
um uns herum sind alle nur noch gierig.

Ein Beispiel will ich euch nennen,
mancher wird sich darin erkennen:
nach einem Einkauf herrscht meist Ebbe im Tank,
drum muss man schnell noch mal hin zu der Bank.
Das Datum ist günstig, der Erste grad um,
Gehalt hats gegeben, die Abbuchungen sind rum.
Bin gespannt, was diesmal fürs Monat noch übrig,
ob die guten Versprechen vom Finanzminister wie üblich,
nur wieder mal Wahlkampf mit viel Wind und heißer Luft,
zwischen Reden und dem was übrigbleibt, eine Riesenkluft.

Am Schalter bitt ich, schon innerlich stark erregt:
"Ich hätt, bitte schön, gern meinen Kontoauszugsbeleg."
Und da erschlägt uns ungnädig die Zahl auf dem Papier:
Zweihundert Euro weniger als früher sind hier.
Mein Lieber, die Steuer, die frisst mich noch arm,
der Hartwig da oben, der hats recht schön warm,
die Regierung will geizen und sparen,
und gleichzeitig die Wirtschaft hoch hinauffahren.

Da frag ich doch mal:
Wenn du mir nix lässt, was ich kann ausgeben,
wovon soll unsere Wirtschaft dann eigentlich leben?
Denn ankurbeln, meiner Lieber, das ist doch klar,
das tut mein Euro und niemals nur dein Gespar!
Wenn dann so Einer noch erklärt:
"Darf der Einzelne halt nix mehr ausgeben",
kochts in mir heftig und wir tun fest beben.
Von Aktiengewinn kann ich nicht leben.
Unsere Lust zu leben und lieben ist zwar zähmbar,
Was wir haben, Frust um Frust und der ist unzähmbar!

Schluß zu machen bei all dem Gejammer ist nicht leicht,
Mancher denkt sich schon, dass sich der Redner bald schleicht!!!!
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Poldi Lembcke aus Ottakring | 13.02.2018 | 16:15   Melden
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Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 13.02.2018 | 18:18   Melden
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Elisabeth Staudinger aus Vöcklabruck | 14.02.2018 | 11:08   Melden
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eva krawanja aus Bruck an der Mur | 14.02.2018 | 14:36   Melden
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Helga Amh aus Bruck an der Leitha | 15.02.2018 | 19:00   Melden
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