18.10.2017, 00:01 Uhr

85 Jahre Gsullerkogler z‘Gratwein

Wo Ewald Peiser (rechts) und seine Gsullerkogler auftreten, ist ihnen der Applaus gewiss.

Seit zehn Jahren leitet Obmann Ewald Peiser den Trachtenverein D’Gsullerkogler z’Gratwein.

Am 25. November macht er seine Heimatgemeinde zum steirischen Zentrum der Volkstänzer und Schuhplattler, wenn ab 14:00 Uhr in der Mehrzweckhalle Gratwein beim Landesbewerb die besten Gruppen auftreten. 200 Tänzer und Plattler zeigen am Tanzboden steirisches Brauchtum und hoffen auf Gold, Silber und Bronze.

Die Gsullerkogler haben sich schon viele Medaillen ertanzt. Auch für ihr Outfit, der Reiner Alltagstracht, sind die Gratweiner ausgezeichnet worden. Mit dem blau-grün karierten Kittel und der geblumten blauen Schürze sind die Gsullerkogler Damen eine Augenweide, die von den Herren in dunkelgrüner Sonntagstracht auf den Tanzboden geführt werden. Der Verein wurde 1932 gegründet, sein Name geht auf den „Gsuller“ zurück, einem Hügel beim Bäckerseppl in Gratwein. Nach dem Krieg erlebte das Volkstanzen einen regelrechten Boom. 1946 wurde unter der Leitung der Gsullerkogler weitere Sektionen in St. Oswald und Gratkorn gegründet. Zwei Jahre später entstand der Verein D’Schraußkogler z’Gratkorn.

„Ich habe im Alter von sechs Jahren mit dem Volkstanzen begonnen“,
blickt Peiser auf seine ersten Tanzschritte zurück. Schon die Eltern tanzten bei den Gsullerkoglern und gaben ihren Kindern die Freude am Brauchtum mit. Der Trachtenverein ist aus dem kulturellen Leben der Region nicht mehr wegzudenken. Vor allem auch wegen ihrer Jugendarbeit genießen die Gsullerkogler höchstes Ansehen. „Wenn die Kinder nach einem Auftritt ihren Applaus bekommen, dann weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe“, strahlt der Papiertechniker, der bei Sappi-Gratkorn arbeitet. Ein Schuhplattler ist meist die Krönung ihrer Tanzvorführungen. Dabei geht es um mehr, als sich auf die Schenkel und die Schuhsolen zu klopfen. Mit den Füßen stampfen, in die Hände paschen und kunstvolle Sprünge absolvieren, dazu braucht es viel Übung und eine gute Choreographie. 2016 holten sich Ewald und Martin Peiser, Martin und Peter Verhounik sowie Martin Benedikt das Schuhplattler-Leistungsabzeichen in Gold. .

Das Schöne am Volkstanzen ist für Peiser das Miteinander, „tanzen kann man allein auch, aber erst in der Gruppe sind schöne Formationen möglich“. Kinder ab sechs Jahren können jederzeit bei den Gsullerkoglern hineinschnuppern, geprobt wird jeden Freitag ab 17:00 Uhr in der Gratweiner Mehrzweckhalle. Volkstanzen kann jeder lernen, „bis jetzt hab‘ ich es noch jedem beigebracht“, sagt Peiser. „Und wenn man einmal die ersten Grundschritte kennt, dann macht das ganz viel Spaß“.

Infos

Tel.: 0664-1325406
www.gsullerkogler.at
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