30.03.2017, 00:00 Uhr

Segel für eine bessere Welt

Eva Scheibelhofer-Schroll hebt die Bedeutung von Theater in der Schule zur Förderung der Sprachkompetenz hervor.
Neue Seiten aufzeigen und andere Perspektiven hineinnehmen, das gelingt Eva Scheibelhofer-Schroll und ihren Schülern der NMS Laßnitzhöhe. Mit ihrer Drama & Dance-Group macht die Pädagogin aus Botschaften der Sprache und des Körpers ein großes Ganzes.

„Ich forsche gerne im Theaterbereich“. Vor allem, was bewirkt Theater in der Schule, möchte die Autorin der „Glücksformel, Drama & Dance“ wissen. Scheibelhofer-Schroll bündelte ihre Talente Jazz-Tanz und Sprache und begann mit dem „bewegten“ Unterricht. „Junge Menschen sollen glücklich lernen, ohne es stressig zu finden“, sagt die Englisch- und Sportlehrerin sowie Dramapädagogin, die Wissensvermittlung in Kombination mit theatralen Methoden als Ausdrucksform für Emotionen und soziale Kompetenz sieht.

„Schauspielerin wollte ich nie werden, ich wollte immer mit Jugendlichen arbeiten“, sagt Scheibelhofer-Schroll, die seit drei Jahrzehnten an der NMS Laßnitzhöhe unterrichtet. In dieser Zeit räumte sie mit ihren Schülern zahlreiche hochrangige Auszeichnungen ab. So gewann die Schule dreimal den „Fair Young Styria-Award“ oder erhielt für das sensationelle Projekt „Dresscode Menschlichkeit“, bei dem Jugendliche Werte wie Geborgenheit und Imagination mit Fahnen und Schärpen dramaturgisch in Szene setzten, den BEST OF AUSTRIA.

Die Talente der Schüler lässt die Pädagogin weit über das Klassenzimmer hinausstrahlen. Auftritte im öffentlichen Raum bringen Kindern den verdienten Applaus, aber auch Erwachsene zum Nachdenken. So setzten die Schüler vor dem Grazer Rathaus Segel für eine bessere Welt, laden zu performativen Lesungen im Freiluft-Klassenzimmer, oder übernahmen beim WALK OF FAME die Botschafterrolle für Theater an der Schule.

Die NMS Laßnitzhöhe ist auf ganzheitliches Lernen ausgerichtet, das weit über bloße Wissensvermittlung hinausgeht. So zeigt schon die von Scheibelhofer-Schroll entwickelte „Gallery of Human Rights“ im Schulhof, dass hier kreative Schüler mit ihren Lehrern eine gutes Miteinander für eine faire Welt fordern. In riesigen Lettern prangert hier der Traum von Martin Luther King nach einer gerechten Welt, Wegweiser machen aufmerksam, dass alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind.
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