25.10.2017, 00:01 Uhr

50 Jahre Feuerwehrjugend Feldkirchen

Die Feldkirchner Feuerwehrjugend kniet vor der FF-Jugend der ersten Stunde

Dieses Ereignis kann man wohl als Sternstunde für die Feuerwehr bezeichnen. In Feldkirchen trat die Feuerwehrjugend der ersten Generation nach 50 Jahren neuerlich an. Das ist umso bemerkenswerter, als Floriani-Haudegen auch Jahrzehnte nach ihrem Ausscheiden aus der Feuerwehr hart übten, damit wie im echten Einsatz jeder Handgriff sitzt.

Stilvoll fuhren die neun ergrauten Mitglieder der FF-Jugend mit einem Tanklöschfahrzeug Baujahr 1962 vor. Der rote STEYR 586 befindet sich heute im Privatbesitz und war jenes Fahrzeug, mit dem die Feuerwehrjugend der ersten Stunde groß geworden ist. In derselben Besetzung wie vor fünf Jahrzehnten traten die neun Männer zum Löschangriff an. Die Generation 65Plus stand stramm wie damals, als Gruppenkommandant Adi Monschein Meldung über das Antreten bei August Krois machte. Krois war der damalige Jugendbetreuer. „Wir in Feldkirchen gründeten als eine der ersten Feuerwehren in der Steiermark eine Jugendgruppe“, blickt der 85jährige zurück. Die Initiative zur Gründung der Feuerwehrjugend in Österreich geht auf den damaligen Landesrat Anton Peltzmann zurück, der sich als Katastrophenschutzreferent um das Feuerwehrwesen verdient gemacht hat.

„Ich bin herumgegangen und hab‘ bei den Eltern der 15jährigen Buben angeklopft, ob ihre Söhne da mitmachen wollen“, erinnert sich Krois. Bei Adi Monschein, Leo Mellacher, Rudi Schwarzenberger, Franz Finster, Franz Geisler, Gerhard Scherer, August Krois jun. Peter Rengo und Manfred Drabek wurde er fündig. Uniformen für die Jugend wurden aus dem Altbestand geschneidert, für Schuhe reichte das Geld nicht, da wurden bei der Ausbildung nicht gerade die Sonntagsschuhe angezogen. Fünf von ihnen blieben bei der Feuerwehr Feldkirchen, andere zog es in Nachbargemeinden, vier kehrten der Feuerwehr aus beruflichen Gründen den Rücken.

Zwei Monate übte die in die Jahre gekommene Feuerwehrjugend, dafür passte unter dem Applaus der Bevölkerung absolut jeder Handgriff. Saugleitung für die Wasserentnahme legen, Zubringerleitung ausrichten, Löschangriff – „die Burschen können es noch immer“ bestätigt Krois. Null Fehlerpunkte attestierte auch Feldkirchens HBI Johann Binder. Der Grundstein für den Feuerwehrnachwuchs wurde vor 50 Jahren gelegt. Heute werden bei der FF Feldkirchen 16 Jugendliche von Harald Wilfling betreut. „Wir haben beim Steirercup den zweiten Platz von 360 Gruppen gewonnen und sind für den Bundesbewerb 2018 in Wien nominiert, ist Wilfling stolz auf seine Feuerwehrjungs. Die führten einen Leistungsbewerb der heutigen Zeit vor mit einem Tempo, wie es die Altherren wohl nur vor 50 Jahren schafften.

Beim anschließenden Fest mit Maroni und Sturm dankten den Pionieren der Feuerwehrjugend u.a. Feldkirchens Bgm. Erich Gosch und Bgm. a.D. Adolf Pelischek.
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