20.12.2017, 00:00 Uhr

Brief ist wesentlich persönlicher

Leitet die Zustellbasis in Hausmannstätten: Gebietsleiterin Brigitte Wetl hat ihre Karriere selbst mit Postverteilung begonnen.

Stirbt der Weihnachtsbrief in Zeiten von Social Media aus? Nein, heißt es von der Post im Bezirk.

Es herrscht Hochbetrieb in der Postzustellbasis Hausmannstätten, dem Verteilzentrum für insgesamt 13 Postleitzahlen im Bezirk. "Wir decken im Süden des Bezirks bis knapp vor Straßgang über Werndorf bis hin nach Laßnitzhöhe alles ab", erklärt Gebietsleiterin Brigitte Wetl. Die 44-Jährige ist seit 16 Jahren bei der Post und hat das Geschäft von der Pike auf gelernt. Selbst als Zustellerin begonnen, ist die Deutschlandsbergerin seit Beginn des Jahres für drei Zustellbasen zuständig. Neben Hausmannstätten werden auch die Verteilzentren Gleisdorf und Kirchbach von ihr betreut.

Allein in Hausmannstätten sind 57 Mitarbeiter beschäftigt. 37 davon sind für die Zustellung verantwortlich. Der Rest arbeitet im Innendienst. "Die 37 Zusteller legen täglich 1.700 Kilometer zurück", weiß Wetl. "Vor Weihnachten ist unsere Hochsaison." Auch weil sich die Sendungsmengen in der Vorweihnachtszeit um 30 Prozent im Vergleich zum restlichen Jahr erhöhen, wurde ein Mitarbeiter zusätzlich eingestellt. Bei drei weiteren wurden die Stunden bis Jahresende erhöht. "Mitte November hatten wir 47.000 Sendungen pro Tag", sagt Wetl. Der Jahresdurchschnitt liegt bei 37.000 Sendungen am Tag. Was zu beobachten ist, ist ein Rückgang von sechs Prozent bei den E+1-Briefsendungen, also jenen Kunden, die normale Briefe oder auch Weihnachtspost versenden. "Das hat sicher auch mit Social Media zu tun", meint die Gebietsleiterin, fügt aber hinzu, dass trotzdem noch jede Menge Briefe versendet werden. "Es ist einfach persönlicher."
Starke Zuwächse gibt es hingegen bei Briefsendungen im Geschäftsbereich oder bei Paketzustellungen (+15 Prozent). Aufgrund der Nationalratswahl im Herbst gab es heuer ab dem Sommer eigentlich keine Verschnaufpause für die Postler im Bezirk.

Weihnachtliche Hochsaison

Eine davon ist Eva Zach. Die Hausmannstättnerin, die seit sechs Jahren bei der Post arbeitet, steht bereits um 6 Uhr morgens in der Vorsortierung. In der Vorweihnachtszeit ist sie tagsüber dann auch als Zustellerin im Einsatz. "Der Kunde sieht oft nur, wie wir den Brief in den Postkasten legen. Warum es manchmal zu Verspätungen kommt, wird dann nicht verstanden", bittet die Zustellerin auch um mehr Verständnis.
Eines ist sicher: Die Weihnachtsbriefe werden auch heuer wieder pünktlich ankommen, denn auch am 23. Dezember wird noch zugestellt. 
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