08.09.2014, 16:50 Uhr

Die Abfertigung an der Kassa

Redaktionsleiter Heimo Potzinger
Ein Einkaufsmuffel bin ich nicht. Ich lebe in einem Einpersonenhaushalt und empfinde die Rallye durch die Gänge als willkommene Abwechslung. Ich bin gerne unter Menschen und genieße jedes gewechselte Wort – für einen Journalisten eine Bedingung für die Ausübung seines Berufes. Vielleicht halten Sie mich für schizophren, wenn ich entgegen meiner grundsätzlichen Vorliebe fürs Shoppen meine Aversion für die Zeit an der Kassa verrate. Berufsrisiko! Ein Bezahlen, ohne davor vier Fragen beantwortet zu haben, scheint in Zeiten des gläsernen Konsumenten nicht möglich zu sein. Vorteilskarte? Punkte? Postleitzahl? Sonderangebot? Da wird einem schummrig. Wenn dann noch jemand vor mir in der Schlange die erste Frage verneint, aber gleich an Ort und Stelle seine Unterschrift unters Formular setzen will, ist meine Geduld erschöpft – nicht weil ich nicht warten, sondern weil ich so viel Bauernfängerei nicht ertragen kann.
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