09.11.2016, 08:00 Uhr

Herzenswünsche im Schuhkarton

Was hat in einem Schuhkarton Platz? Ein Weihnachtsgeschenk, das den Wunsch eines armen Kindes erfüllt. (Foto: David Vogt)

Beate Kundörfer aus Thal organisiert eine Sammelstelle für 'Weihnachten im Schuhkarton'.

Leuchtende Kinderaugen und Päckchen unterm Christbaum sind weihnachtliche Assoziationen unserer Gesellschaft. Aber wer beschert eigentlich armen Kindern ein Fest mit Geschenken? Die Aktion 'Weihnachten im Schuhkarton' sammelt seit 1993 Schuhkartons, die mit all den Dingen angefüllt sind, die sich ein Kinderherz nun einmal so wünscht. Weltweit wurden bereits über 130 Millionen Kinder in rund 150 Ländern von fremden Menschen beschenkt. Seit sieben Jahren engagiert sich Beate Kundörfer aus Thal für das Projekt. Im letzten Jahr organisierte sie erstmals selbst eine Sammelstelle in Graz-Umgebung Nord. Auch heuer betreut sie wieder die beiden Annahmestellen Gemeinde Thal und Shopping Nord. "Ich habe selbst zwei Kinder und weiß daher, wie sehr sie sich über Geschenke freuen", erklärt Kundörfer ihre Motivation zu helfen.

Des Christkinds Helfer

In Kundörfers Sammelstelle werden die Schuhkartons entsprechend den Zollbestimmungen kontrolliert. Es darf zum Beispiel keine Schokolade mit Stücken oder angsteinflößendes Spielzeug mitgeschickt werden. Darüber hinaus gilt die Gleichwertigkeit aller Inhalte: So soll jedes Kind eine Zahnbürste und Zahnpasta, etwas Süßes, Spielzeug, Gewand und Schreibzeug erhalten. Damit soll sichergestellt werden, dass jeder kleine Beschenkte mit denselben Inhalten dieselbe Freude hat. "Es ist eine Sucht, die Kartons aufzumachen und zu sehen, wie liebevoll Menschen für fremde Kinder Geschenke eingepackt haben", begeistert sich Kundörfer an der Großzügigkeit der Teilnehmer. Im letzten Jahr hat sie mit der Unterstützung einer Freundin 550 Schuhkartons bearbeitet.

Geschenke auf Reisen

Ist diese Arbeit getan, erhält sie Umverpackungskartons, in welche die Schuhschachteln einsortiert werden, geordnet nach Alter und Geschlecht. Eine Spedition transportiert die weihnachtlichen Freuden direkt in die Empfängerländer. In diesem Jahr werden Kinderaugen in Bulgarien, Montenegro und Serbien zum Strahlen gebracht.
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