13.10.2014, 16:22 Uhr

Lohnnebenkosten als großer Jobkiller

Eine Abordnung der Wirtschaftskammer war für die Unternehmer unterwegs.

Wirtschaftskammer
eruierte bei Tour
zu Unternehmern
deren Anliegen.

Die Vertreter der Wirtschaftstreibenden, heißt Funktionäre der Wirtschaftskammer, der Frau in der Wirtschaft und der Jungen Wirtschaft, waren wieder in den Regionen unterwegs, um die Anliegen der Unternehmer abzuholen. Die Verantwortlichen der Regionalstelle Süd-Ost und Benedikt Bittmann, Vizepräsident der steirischen Wirtschaftskammer, nannten in Fladnitz die wichtigsten Handlungsschwerpunkte. Für Bittmann und Co. stellen vor allem die hohen Lohnnebenkosten ein großes Problem dar. Eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts OGM zeigt, dass diese Kosten zu den größten "Jobkillern" zählen.
Von 507 befragten steirischen Unternehmern antworteten 71 Prozent, dass sie mehr Personal einstellen würden, wenn die Lohnnebenkosten niedriger wären. 60 Prozent gaben an, dass sie aus diesem Grund schon einmal auf die Verpflichtung einer zusätzlichen Arbeitskraft verzichtet haben.

WKO rechnet vor

Wie hoch die Lohnnebenkosten sind, rechnen Bittmann und Co. vor: "In Österreich kommen auf 100 Euro Bruttolohn 37 Euro Lohnnebenkosten. Der EU-Schnitt liegt bei 31 Euro", betont Bittmann. Die Kammer möchte sich nun gemeinsam mit den Gewerkschaften für eine Senkung der Lohnnebenkosten stark machen.
Ein weiteres Thema, das Regionalstellen-Obmann Günther Stangl und Standortleiter Thomas Heuberger unter den Nägeln brennt, ist das Feinstaubsanierungsgebiet. Dieses umfasst derzeit 333 Kommunen. Mit einer Novellierung der Luftreinhalte-Verordnung soll die Zahl um 34 Gemeinden reduziert werden. Laut Heuberger nicht genug, da es in den letzten Jahren gemäß der EU-Richtlinie nur bei Messstellen in Graz und Leibnitz Grenzwertüberschreitungen gegeben hat.
"Die Anzahl und die Erfolge der Kurorte und Thermen in der Region zeigen auf, dass hier kein Feinstaubproblem vorliegt", betonen Günther Stangl und seine Stellvertreterin Petra Brandweiner-Schrott. Die Kammer hat mit einem Antrag beim Land Steiermark interveniert. Man fordert die Ausklammerung der Südoststeiermark und von Teilen des Bezirks Hartberg-Fürstenfeld aus dem Sanierungsgebiet.

WKO-Kontakt:
WKO-Regionalstelle-Südost, Feldbach, Ottokar-Kernstock-Straße 10, 0316/6019100, Homepage: http://wko.at/stmk/suedost, Regionalstellenleiter: Thomas Heuberger, Regionalstellenobmann: Günther Stangl, Obmann-Stellvertreterin: Petra Brandweiner-Schrott
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