03.11.2017, 15:17 Uhr

Lokalaugenschein in Stiwoll

"Wir sind auf die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung angewiesen", sagt Markus Lamb (Foto: WOCHE)

Die WOCHE sprach mit Kontrollinspektor und Polizeisprecher Markus Lamb vor Ort über aktuelle Geschehnisse und über die Polizeiarbeit.

Das Diensttelefon von Kontrollinspektor Markus Lamb läutet ununterbrochen. Bei der Fahndung nach dem mutmaßlichen Doppelmörder Friedrich F. ist heute Vormittag ein Hinweis aus der Bevölkerung eingegangen (alle Updates lesen Sie hier), dieser sei vor der Volksschule in Thal gesichtet worden. „Wir können in dieser Sekunde nicht sagen, ob der Verdächtige auch die gesichtete Person ist. Im Vorfeld ist es schwer, festzulegen, was daran wahr ist. Aber wir gehen jedem noch so kleinen Hinweis nach“, sagt Kontrollinspektor und Polizeisprecher Markus Lamb.

Zusammenarbeit und Einsatzeinheiten

In der ohnehin ruhigen rund 720-Einwohner-Gemeinde Stiwoll herrscht seit Sonntag, seit der 66-jährige Friedrich F. auf drei seiner Nachbarn geschossen haben soll, wovon zwei ihren Verletzungen noch am Tatort erlegen sind, Stille. Aber die Gemeindebewohner versuchen, so gut es geht, ihrem Alltag nachzugehen. Unterstützung bekommen sie dabei von den Polizeikräften vor Ort. Im Vordergrund steht die direkte Kommunikation mit der Bevölkerung. "Aus diesem Grund hat es in Stiwoll in Zusammenarbeit mit dem Kriseninterventionsteam und der Gemeinde eine Bürgerversammlung gegeben. Die Leute haben das Recht, von der Polizei zu erfahren, was sich tut", sagt Lamb. „Wir sind auf die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung angewiesen und wir erlauben es uns nicht, im Nachhinein sagen zu müssen, wir sind diesem oder jenem Hinweis nicht nachgegangen oder haben ein Detail nicht ausreichend überprüft", so der Polizeisprecher. Dies vor allem aufgrund zahlreicher Gerüchte, die im Umlauf sind. „Wir achten allerdings sehr genau darauf, was wir preisgeben können. Wir sprechen im aktuellen Fall nämlich nicht nur von einem laufenden Ermittlungsverfahren, sondern von einer laufenden Fahndung.“

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Die Polizei ist im Dauereinsatz. Neben der Streifenpolizei in Stiwoll sind Spezialeinheiten wie das Einsatzkommando Cobra und Einsatzeinheiten aus den angrenzenden Bundesländern sowie Diensthunde und ihre Führer und Kriminalpsychologen verfügbar. Auch Hubschrauber sind zu hören.
Zwischen der Thaler Volksschule, die wie die Schule geschlossen wurde, und Stiwoll liegen ungefähr 17 Kilometer. Der Polizeieinsatz ist weiterhin aufrecht. Das Gebiet rund um den Plabutsch wird durchforstet und Hubschrauber sind im Einsatz.


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Mehr über die Polizeiarbeit lesen Sie in der kommenden Ausgabe der WOCHE Graz-Umgebung Nord und Süd am Mittwoch, 8. November.

Lesen Sie mehr:

>> Laufende Updates rund um den Polizeieinsatz 
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