03.05.2018, 06:30 Uhr

Pothole-Rodeo: Mit dem Audi übers Schlagloch

Team "Rein": Erich & Florian Fasching, Markus Kainz & dem Audi A4, der sie an die Ziellinie in Split bringen soll

Das Team "Rein" geht beim diesjährigen Pothole-Rodeo für den guten Zweck an den Start.

Rein. Elf Länder, 4.000 Kilometer und acht Tage Zeit – zurückzulegen in einem Auto, das mindestens 20 Jahre alt sein muss und maximal 500 Euro in der Anschaffung kosten darf. Klingt verrückt, ist es auch. Beim Pothole-Rodeo, der Abenteuer-Rally am Balkan, ist dieses Mal auch ein Dreiergespann aus Rein dabei, das schon ordentlich Benzin geleckt hat.

In Graz geht es los

Was als witzige Idee begann, fand innerhalb weniger Jahre enormen Zulauf. Starteten 2014 gerade einmal zehn Teams, waren es im darauffolgenden Jahr bereits 35. Für heuer haben sich inzwischen 220 Gruppen angemeldet. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Rallye deshalb an zwei aufeinanderfolgenden Tagen starten. Am 7. und 8. Juli fällt der Startschuss. Von Graz aus geht es über Serbien, Rumänien, Moldawien nach Bulgarien zum Schwarzen Meer. Von dort aus weiter über den Zentralbalkan – durch Mazedonien, Albanien und Montenegro bis nach Kroatien, wo Split die Ziellinie markiert.

Mit dem Audi A4 dabei

Zusammen mit dem weißen 22-jährigen Audi A4, mit dem es gilt, die Strecke heil zu überstehen, nimmt das Team "Rein" an der irrwitzigen Rallye teil. Erich Fasching, sein Sohn Florian und der Freund der Familie, Markus Kainz, wagen mit der Startnummer 154 den Trip über Stock und Schlagloch, denn nichts anderes bedeutet "Pothole". Aber warum das Ganze? Und warum will man das liebste Spielzeug des Mannes solchen Gefahren aussetzen? "Natürlich aus Spaß. Der Lust, Abenteuer zu erleben. Und wir wollen sehen, ob wir es tatsächlich bis zum Ziel schaffen", verraten die Drei unisono. Was die Rallye von den Fahrern wirklich abverlangt, wird mit einem Videotagebuch, das später online zu sehen ist, dokumentiert. Darauf zu sehen sind aber auch die einzigartigen Erlebnisse, die den Herren niemand nehmen kann.

Es zählen die Punkte

"Im Gegensatz zu typischen Rallyes geht es beim Pothole-Rodeo nicht vordergründig um Geschwindigkeit. Ziel ist es, überhaupt durchzukommen, was angesichts der teils überaus schlechten Straßenbedingungen die größte Herausforderung darstellt", sagt das Team. Daneben werden Tagesaufgaben ausgegeben, bei denen die Teilnehmer das jeweilige Land besser kennenlernen und Punkte sammeln können. Gewonnen hat das Team mit den meisten Punkten. Fair Play setzen die Veranstalter voraus: Bei Pannen soll sich gegenseitig geholfen werden.

Erleben und Gutes tun

Bei der Rallye hat sich im Laufe der Zeit ein wohltätiger Gedanke etabliert: Die Fahrer wollen mit Abenteuer und Spaß auch Gutes tun. Dem steht das Team "Rein" in nichts nach. Über Sponsoring wollen sie das Rodeo finanzieren. Und alles, was an Geld am Ende dabei übrig bleibt, geht als Spende an das SOS-Kinderdorf in Stübing.
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