23.09.2014, 11:47 Uhr

"Schmuckkästchen" wird nun renoviert

Das im Jahr 1870 erbaute Kurhaus in St. Radegund erhält eine behutsame Runderneuerung. (Foto: Gem. St. Radegund)

Für die behutsame Kurhaus-Sanierung in St. Radegund wurden 1,53 Millionen Euro veranschlagt.

"Das Kurhaus von St. Radegund wurde im Jahre 1870 vom damaligen Kurarzt Dr. Gustav Novy errichtet", so Bgm. Hannes Kogler über die Geschichte das St. Radegunder Schmuckkästchens, wie er das imposante Bauwerk liebevoll nennt. Der große Saal diente ursprünglich als Speisesaal für die Kurgäste und für diverse Veranstaltungen. Nach dem Einsturz der Volksschule im Jahr 1974 wurde das Kurhaus bis zur Eröffnung der neuen Volksschule (1976) zur Schule umfunktioniert. 1982 erwarb die Gemeinde St. Radegund das Kurhaus und nützte den Kursaal bis 2011 für Veranstaltungen wie Konzerte, Bälle, Theateraufführungen oder Ausstellungen.


Kursaal runderneuert

Der Schwerpunkt der Sanierungsmaßnahmen betrifft den Kursaal im Erdgeschoß. "Dabei gilt es, trotz technischer und baulich notwendiger Modernisierung, das einzigartige Flair und den Charakter des Saales zu erhalten", veranschaulicht Hannes Kogler, wie behutsam hier vorgegangen werden muss. Um den Saal künftig für Veranstaltungen nutzbar zu machen, wurde der Eingangsbereich durch den Zubau eines Foyers an die Nordseite des Gebäudes verlegt.


Seitensäle/Gastronomie

Der rechte Seitensaal wird als „Kleiner Saal“ beziehungsweise als Seminarraum adaptiert. Die Räumlichkeiten des linken Seitensaales bilden den Gastronomiebereich. "Ziel der Gemeinde ist, einen Gastronomiebetrieb zu gewinnen, der zum einen unabhängig vom Kursaalbetrieb arbeitet, bei Bedarf aber auch sämtliche Veranstaltungen bewirtet", so Kogler. "Im Untergeschoß könnten Räumlichkeiten als Vereinsheim und Musikschule dienen. Die Räume stellt die Gemeinde zur Verfügung, die Adaptierung der Räumlichkeiten obliegt den Vereinen." Die Bereiche des ersten Obergeschoßes dienen als Technikräume. Weitere Zimmer könnten als Lagerflächen oder als Sozialraum für den Gastronomiebetrieb genutzt werden.

Nachgefragt bei Hannes Kogler, Bürgermeister von St. Radegund:

Welche Bedeutung hat das Kurhaus für St. Radegund?
Bgm. Kogler: Mit seiner lebendigen Geschichte und seiner wertvollen Bausubstanz mitten im Ortskern von St. Radegund, soll das Kurhaus durch den Um- und Zubau zu einem modernen Veranstaltungszentrum werden und sich zu einem Anziehungspunkt – ja zum Mittelpunkt – von Kultur und Gesellschaft im Kurort St. Radegund entwickeln. Es soll aber auch künftig Ausgangs- und Zielpunkt sein, um die zahlreichen Quellenwege, welche St. Radegund bieten, zu erleben.

Diese Firmen sind an der Renovierung beteiligt:

Mathoi Projekt Management, Architekturbüro DI Markus Pichler, Baukoord DI Dieter Eigner GmbH, Hanel Ingenieure - DI Carlo Chiavistrelli GmbH, TB Pro-Plan GmbH, Pürcher Engineering, Technisches Büro & Pürcher Planungs GmbH, BDA, Granit, Lieb Bau Weiz, Schneeberger, Lugitsch, Griess Dach, Mochart, König & Gruber, Schaden
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