17.01.2018, 08:52 Uhr

Über die heile Welt im Dorf

Wenn das "Aufbartholomäern" in der kleinen Gemeinde St. Bartholomä auf dem Programm steht, ist der ganze Ort auf den Beinen. (Foto: Edith Ertl)

Es sind Gemeinden wie St. Bartholomä, wo das Dorfleben aufblüht. Ein neu veröffentlichter Bericht belegt das.

Das Leben im Dorf: Einerseits ist es die Idylle, die Städter zu Träumen hinreißt, andererseits ist es die harte Realität mangelhafter Infrastruktur, die diese Träume auch wieder schnell zerplatzen lässt. Vor diesem Hintergrund hat das Handelsunternehmen ADEG gemeinsam mit dem Österreichischen Gemeindebund einen Bericht über die Lebenswelt in Österreichs Dörfern veröffentlicht.

Gemeinschaft als Plus

Dazu wurden mehr als 1.000 Dorfbewohner befragt, die in Kommunen mit maximal 5.000 Einwohnern leben. Das Ergebnis: Unsere Dörfer sind so vielseitig wie ihre Bewohner. Nach den Vorteilen des Lebens im Dorf befragt, betont mehr als die Hälfte die Nähe zur Natur, auch die starke Gemeinschaft wird oft genannt.
Bei den Nachteilen beklagen knapp zwei Drittel die schlechte Infrastruktur, 44 Prozent die schlechtere Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen sowie 30 Prozent die schwierige Nahversorgungssituation. Ein massiver Unterschied zu Ballungsräumen manifestiert sich nicht zuletzt im großen Engagement bei Vereinen.

Ein Fest für alle

Auch im Bezirk Graz-Umgebung gibt es nach der Gemeindestrukturreform noch eine Handvoll kleinerer Kommunen, die sich einen ursprünglichen Dorfcharakter erhalten haben. Dazu zählt auch St. Bartholomä: In der 1.400-Einwohner-Gemeinde ist vor allem das Vereinsleben sehr stark ausgeprägt, wie Bürgermeister Josef Birnstingl anführt: "Wir haben fast 20 Vereine, da ist alles abgedeckt, was die Leute in ihrer Freizeit machen wollen." Einmal im Jahr veranstalten die Vereine das "Aufbartholomäern", ein Fest mit kulinarischen Schmankerln, wo alle zusammenhelfen.
Auch einen Nahversorger hat man mit dem Lagerhaus noch im Ort, dazu wird die regionale Wertschöpfung mit eigenen Bartholomäer Gutscheinen gestärkt. "Die kann man käuflich erwerben, und sie sind bei allen Betrieben in der Gemeinde einlösbar."
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