03.10.2014, 10:44 Uhr

Von weit weg nach Graz

Lovisa Nordin hält sich wie die meisten Grazer Studenten gerne in der Zinzendorfgasse auf. (Foto: Victory)

Ein perfekter Tag mit... zwei Erasmusstudenten

In dieser Woche starten die über 30.000 Grazer Studenten in das Wintersemester 2014/15. Das Abenteuer "Studieren in Graz" hat für Lovisa Nordin und Daniel Ganellari aber bereits Anfang September begonnen. Die beiden gehören damit zu jenen über 3.000 ausländischen Studenten, die sich für ein Studium an der Karl-Franzens-Universität in Graz entschieden haben.
Während die Schwedin über das von der Europäischen Union unterstützte Studentenprogramm "Erasmus" die Murmetropole als Ziel ihres fünfmonatigen Aufenthalts in der Fremde ausgewählt hat, wird sich der 27-jährige Albaner rund drei Jahre in Graz niederlassen, um ein Doktoratsstudium zu absolvieren.

Morgens

Nach rund einem Monat in Graz hat sich auch bereits ein gewisser Tagesablauf eingestellt. "Der Tag beginnt, wie auch in meiner Heimatstadt Göteborg, mit einer Tasse Kaffee. Wenn die Zeit zu knapp ist, dann nehme ich mir einen ,Coffee to go' von Hubert Auer in der Zinzendorfgasse mit", sagt Nordin, die bereits seit ihrer Ankunft in Graz voll im Uni-Leben angekommen ist. Ein vorbereitender Deutsch-Intensivsprachkurs steht für die 23-Jährige ebenso auf dem Programm wie für Ganellari. "Mit einem Kaffee, beispielsweise im Libresso am Uni-Gelände, lernt es sich auch für mich besser", sagt der Real-Madrid-Fan, der bereits in Albanien Deutschkurse besucht hat.

Mittags

Wer eifrig lernt, muss zwischendurch aber auch seine Energiereserven auffüllen. Derartige Plätze gibt es in und rund um die Uni zuhauf. "Zu Mittag habe ich bereits das Karlfranz und die Posaune ausprobiert. Die Gastgärten laden wirklich zum Verweilen ein, nur das Wetter war im September leider noch nicht so toll", sagt Nordin, die sich ab und an aber auch Essen von zuhause mitnimmt, so wie es in Schweden üblich sei.
Auch Ganellari zieht es als passionierten Anti-Koch zur Essenszeit in die Zinzendorfgasse. Die Vorteile sind rasch aufgezählt: "Die Preise sind sehr studentenfreundlich und man muss sich nicht soweit von der Uni entfernen."

Abends

Gerade wenn man im Ausland studiert, sind soziale Kontakte zu anderen "Exchanges" das Um und Auf. Lokale für eine gesellige Abendgestaltung bietet Graz genügend. Einmal die Woche lädt das "Exchange Student Network" etwa zu einem Stammtisch ins Office Pub. "Im Coco in der Sporgasse und im Univiertel waren wir auch schon", so Nordin.
Ganellari, der bereits verheiratet ist, geht es etwas ruhiger an. "Ich bin glühender Fußballfan und werde, sofern es die Zeit zulässt, so viele Champions-League-Spiele wie möglich anschauen. Über die Ferien werde ich auch meine Familie zuhause besuchen."

C. Hofer
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