30.06.2017, 05:30 Uhr

Vorsicht bei Trockenperioden

In unwegsamem Gelände ist die Feuerwehr besonders gefordert – Wasser muss hingebracht werden. (Symbolfoto) (Foto: Feuerwehr Übelbach Markt/ Robert Tauschmann)

Die Feuerwehr warnt vor Brandgefahr durch Trockenheit. In 89 GU-Fahrzeugen immer dabei: der Lebensretter Wasser

Mit Feuer spielt man nicht – das hat Hänschen zwar gelernt, Hans vergisst es aber immer wieder. Vergangene Woche mussten die Feuerwehren Deutschfeistritz, Peggau, Frohnleiten, Semriach und Tulwitz ausrücken, um im Ortsteil Prenning einen Waldbodenbrand zu löschen. Auslöser war ein Lagerfeuer, das rund 400 Quadratmeter Waldboden und mehrere Bäume beschädigte.
Bei hochsommerlichen Temperaturen und längeren Trockenperioden wird die Bevölkerung vonseiten der Florianis um entsprechende Vorsicht im Umgang mit Feuer gebeten (s. Infobox unten). "Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, wird nur allzu oft unterschätzt", sagt Thomas Meier vom Landesfeuerwehrverband Steiermark. "Allein im Vorjahr sind die Feuerwehren aus Graz-Umgebung 991 Mal zu Brandeinsätzen ausgerückt."

Lebensretter Wasser

Für die Feuerwehrler bedeuten Brandeinsätze, die womöglich sogar durch Fehlverhalten ausgelöst werden, trotz der Bereitschaft zur Freiwilligkeit ebenso Vorsichtsmaßnahmen in eigener Sache. "Vor allem in unwegsamem Gelände ist man selbst Gefahrensituationen ausgesetzt. Wir sind sehr gut ausgebildet und haben entsprechende Gerätschaften, aber ein Restrisiko bleibt", verrät Meier. Dabei zählt jede Sekunde, denn in Gebiete, die schwieriger zu erreichen sind, muss der Lebensretter Wasser erst hingebracht oder sogar mit Löschrucksäcken hingetragen werden.
Die Feuerwehren in Graz-Umgebung transportieren in 89 Fahrzeugen insgesamt 228.300 Liter Wasser für allfällige Löschangriffe. "Wasser ist das Universalmittel schlechthin", sagt Gerhard Sampt, GU-Bereichsfeuerwehrkommandant. "Dabei handelt es sich um Wasser, welches aus dem vorhandenen Hydrantennetz bezogen wird. Dieses Wasser dient einerseits als Löschwasser für den Erstangriff beziehungsweise wird bei Nutzwassertransporten zur Versorgung verwendet." Wasser ist, so Sampt, bei der Brandbekämpfung ein entscheidendes Löschmittel mit hoher Löschwirkung – nicht zuletzt dank des guten Kühleffekts. So ist Wasser in den Löschfahrzeugen leicht zu befördern und in der Natur vorhanden. Es gibt allerdings Brände, die nicht mit Wasser gelöscht werden können: Dazu zählen brennendes Fett oder Benzin sowie viele chemische Stoffe.


Vorsicht ist geboten!
Folgende Vorsichtsmaßnahmen gelten: Rauchen Sie nicht im Wald und lassen Sie keine Zigaretten in Wald- und Wiesengebieten zurück, werfen Sie diese nicht beim Fahren aus dem Fenster. Lassen Sie keine Dosen oder Flaschen zurück – sie können als Zündquelle dienen. Von Lagerfeuern und dem öffentlichen Hantieren mit Lichtquellen wird ebenso abgeraten wie von Katalysatoren und Auspuffrohren, die, geparkt, trockenes Gras entzünden können. Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte umgehend den Feuerwehrnotruf 122 wählen und in ausreichendem Sicherheitsabstand auf die Einsatzkräfte warten.
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