01.10.2014, 07:24 Uhr

Vorsicht Betrug

Abzocke bei Telefon und Internet

Wer möchte nicht einen größeren Geldbetrag gewinnen. Hohe Geldsummen stellen Betrüger am Telefon in Aussicht und haben keine Skrupel, dabei die Kontonummer der angerufenen Personen auszuforschen. Aktuell laufen Abzocke-Anrufe, die sich skrupellos als vom ORF beauftragt ausgeben. Vorsicht Betrug!

Die Masche mit dem großen Gewinn

„Sie wurden durch einen Zufallsgenerator ausgewählt“, lockt eine samtweiche Telefonstimme um Aufmerksamkeit. 199 Teilnehmer würden im November vom ORF zur Euromillion eingeladen, wo völlig risikolos höhere Geldbeträge gewonnen werden können. Unglaubliche 37 Millionen Euro werden in Aussicht gestellt. Einmal in ein Gespräch verwickelt, werden Informationen über den Anrufer eingeholt, Adresse, Geburtsdatum, was mit dem Geld gemacht werden würde bis hin zur Kontonummer, um die Fahrtkosten überweisen zu können.

Eine Rückfrage beim ORF macht schnell klar, das angesprochene Gewinnspiel existiert dort nicht. „Der ORF würde sich niemals solcher Methoden bedienen“, sagt Alexander Horacek von der Kommunikationsabteilung.

Großes Geschäft mit Kundendaten

Der Mechanismus dieser Betrugsmaschine verläuft immer nach demselben Muster. Aus offensichtlichen unseriösen Callcentern wird mit unterdrückter Telefonkennung angerufen. Das geschulte Personal will nur eines: persönlichen Daten und Vorlieben aushorchen. „Wir schicken Ihnen die Gewinnanforderung zu“, flötet eine Stimme mit holländischem oder norddeutschem Akzent. Und schwups ist bereits die Adresse registriert.

Kriminalprävention rät zu Vorsicht

Die Kriminalprävention der Polizei rät zu einem gesunden Misstrauen. Kann es überhaupt möglich sein, im spanischen Lotto gewonnen oder eine Erbtante in Südafrika zu haben? Zuhauf ist die Steiermärkische Arbeiterkammer mit solchen Fällen konfrontiert. „Ich kann nur raten, sofort aufzulegen“, sagt Mag. Bettina Schrittwieser vom Konsumentenschutz der Arbeiterkammer „und niemals am Telefon seine Bankverbindung bekanntzugeben“. Sie weiß, dass es bei einem belästigenden Anruf meistens nicht bleibt. „Unseriöse Callcenter rufen immer wieder an, und zwar so lange, bis sie checken, dass nichts zu holen ist“.

Watchlist prangert Unseriöse an

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz und die Bundesarbeitskammer bieten für Konsumenten ein sehr hilfreiches Service an. Unter www.ombudsmann.at/ werden häufig gestellte Fragen beantwortet und Musterbriefe angeboten. Spannend ist deren Plattform „Watchlist Internet“. Hier können Konsumenten tagesaktuelle Informationen und Warnungen zu Online-Betrug abrufen www.watchlist-internet.at/. Die Themenpalette reicht von Abo-Fallen über Facebook- und Kleinanzeigen-Betrug bis hin zu Handy-Abzocke, Phishing und Scams. Neben aktuellen Warnhinweisen liefert die „Watchlist Internet“ auch einfache Erklärungen der Online-Fallen, gibt Tipps zur Vermeidung und Ratschläge, was man tun kann, wenn man bereits in eine Falle getappt ist. Eine Watchlist prangert aktuelle „Abzocke-Websites“
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