23.11.2016, 11:48 Uhr

"Wir lassen uns den Eishockey-Sport nicht zerstören"

Bei der Pressekonferenz ging es heute um die Konfliktsituation zwischen NHL Graz und der Gemeinde Hart bei Graz.

NHL bedauert Rechtsstreit mit der Gemeinde Hart bei Graz, sieht sich aber im Recht und hofft auf eine Einigung.

Wie berichtet, wird die Gemeinde Hart bei Graz per Gemeinderatsbeschluss eine Räumungsklage gegen die Nationale Hockey Liga einbringen. Diese gab heute bei einer Pressekonferenz bekannt, dass es eine rechtsgültige Nutzungsvereinbarung bis 2022 gibt. Diese wurde laut NHL im Jahr 2012 vereinbart. Anwalt Heinz Kupferschmid argumentiert das so: "Wenn in den Saisonen 13, 14 und 15 zugesehen wird, wie in der Halle gespielt und von der Gemeinde weiter kassiert wird, erlangt das Rechtsgültigkeit. Die Gemeinde wird deshalb auch keinen Erfolg mit der Räumungsklage haben", so Kupferschmid. Peter Hadl, Steuerberater der NHL versteht die Vorgehensweise der Gemeinde ebenso nicht. "Mit unserem Vorschlag für eine Erhöhung des Nutzungsentgelts um 6,3 Prozent für die nächsten drei Jahre, hätte die Gemeinde Mehreinnahmen in Höhe von 72.000 Euro. Wir haben ein Zeichen gesetzt, dass ein gemeinsamer Weg erwünscht ist", sagt Hadl. Die Gemeindeführung fordert ja bekanntlich eine Erhöhung um 8,5 Prozent. "Ich tue mir schwer die wirtschaftlichen Interessen der Gemeinde zu verstehen. Es geht lediglich um 20.000 Euro pro Jahr", so Hadl.

Wirtschaftliche Einbußen für Partnerbetriebe

Nicht nur für 2000 Sportler der NHL hätte eine Räumungsklage massive Auswirkungen. "Unser Partnerbetriebe haben schon jetzt enorme wirtschaftliche Einbußen", berichtet NHL-Obmann Siegfried Hinterleitner. Der Eishockeyshop und die Kantine in der Eishalle seien massiv davon betroffen, wird uns bestätigt. Auch die Hotelkette Harry's Home, die mitten in Hart ihren Sitz hat, spürt die Auswirkungen bereits. "Wir hatten in den Vorjahren 40 Stocksport-Turniere. Durch die Verunsicherung heuer, haben wir jetzt nur noch ein Turnier", sagt etwa Josef Stindl, Inhaber der Eishallen-Kantine.
"Die Kosten wären dann höher als in Graz. Wir sind ein langjähriger Partner, der gar nichts falsch gemacht hat. Dazu kommt, dass wir natürlich auch Pflichten haben", spricht Obmann Hinterleitner die Jugendarbeit an. Nachsatz: "Traurig, dass wir diesen Schritt setzen müssen. Wir lassen uns den Eishockey-Sport aber nicht zerstören. Ich lasse die NHL nicht im Stich" Wie es in der Causa weitergeht, werden wohl die Gerichte klären. Der Anwalt der NHL rechnet aber frühestens mit einem Ende in zwei bis drei Jahren.

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