20.10.2014, 12:34 Uhr

Zur Eröffnung der Apfel-Montgolfiade ging die WOCHE mit einem Heißluftballon in die Luft

Sieben Grad zeigt das Thermometer bei morgendlichen Anfahrt nach Puch, aber die ersten Sonnenstrahlen verprechen bereits jetzt einen strahlenden Tag. Perfektes Ballonwetter für den Auftakt der Apfelmontgolfiade. Am Ballonstartplatz etwas außerhalb von Puch stehen die ersten Ballons schon zur Abfahrt bereit. Einer davon wird WOCHE-Redakteurin Daniela Kuckenberger in die Lüfte über der herbstlichen Oststeiermark befördern.

In guten Händen
"Himmelvater" Johann Almer, Obmann des Ballonsportclubs Puch, der die Apfelmontgolfiade veranstaltet, geleitet die neugierige Zeitungsfrau zu ihrem Piloten. Walter "Jimmy" Rey ist seit 26 Jahren Ballonfahrer. Seit 24 Jahren kommt der Schweizer jedes Jahr nach Puch zur Apfelmontgolfiade. Jimmy gefällt es hier, denn: "Die Organisation ist super, man spürt viel Gastfreundlichkeit und es ist einfach gemütlich."

Teamarbeit
Alles andere als gemütlich geht es inzwischen am Startplatz zu. 35 Ballone wollen nahezu zeitgleich in die Luft, das bedeutet viel Arbeit. "Ohne Team geht gar nichts," erklärt Pilot Jimmy. Es braucht viele Handgriffe, bis der 30 Meter hohe Ballon mit einem Volumen von 4.000 Kubikmetern startbereit ist. Inzwischen füllt sich der Himmel über Puch bereits mit den ersten Farbtupfern, der Bewerb beginnt.

Fuchsjagd
Der Fuchs ist bereits 10, 15 Minuten vor den Bewerbteilnehmern gestartet. Dieser erste Ballon fährt voraus, landet und die Crew legt ein Zielkreuz aus. Dort hin sollen alle anderen Teams folgen und so nah wie möglich am Kreuz ihren Marker platzieren.

Ab in die Lüfte

Es ist so weit, der Ballon hebt ab. Überraschend schnell wird der Startplatz immer kleiner und der Blick über das schöne oststeirische Hügelland immer weiter. "In der Luft hast du Ruhe und Zeit zum Schauen, einfach langweilig schön," erklärt Jimmy, was für ihn die Faszination am Ballonfahren ausmacht. Nach dem Fuchs hält er zwar Ausschau, doch Hektik kommt bei ihm nicht auf. "Uns geht es ums Fahren, für Wettkämpfe ist unser Ballon zu groß und behäbig," grinst der Pilot, den diese Tatsache gar nicht stört. Der Zielmarkierung wird im vorbeifahren kurz zugewinkt, dann steigt der Ballon und degradiert so den Kulm zum Hügelchen.

Landung geglückt
Über das Ilztal, Pischelsdorf und das Feistritztal geht die Fahrt. Die Orientierung aus der Luft ist gar nicht so einfach, die Freude, einen bekannten Ort zu identifizieren, ist jedes Mal groß. Und wieder zeigt sich, dass Ballonfahren ein Teamsport ist: Das Begleitfahrzeug mit den Verfolgern ist schon zur Stelle, als Jimmy einen passenden Landeplatz unweit von Kaibing ausmacht. Butterweich setzt der erfahrene Pilot den Ballon auf. Beim Zusammenpacken helfen wieder alle mit. Anschließend wird gefeiert: mit einem Schluck Wein, Brot und selbstverständlich original schweizer Emmentaler.

Die Apfelmontgolfiade in Puch

Seit 1976 findet die Apfelmontgolfiede in Puch statt. Heuer nehmen ca. 35 Ballonteams aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Luxemburg, Slowenien und Ungarn teil.
Sofern das Wetter passt, starten die Ballone täglich um 8 und 15 Uhr. Bis Freitag kann man am Ballonstartplatz in Puch die Faszination der bunten Riesen erleben.
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