22.10.2014, 00:00 Uhr

Bürgermeisteramt wird angestrebt

(Foto: Prontolux)

Mario Kunasek geht als FP-Spitzenkandidat in die Landtagswahl. Die WOCHE hat ihn zum Interview getroffen.

Sie sind seit Kurzem FPÖ-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2015. Mit welchen Zielen gehen Sie in diese Wahl?
Als klares Wahlziel wollen wir diese absolute Allmacht aufbrechen. Das kann uns gelingen. Als nächstes Ziel wollen wir die 50 Prozent brechen. Ich glaube, dass auch das durchaus möglich ist.
Sie werben derzeit überall mit „Damit Heimat Zukunft hat". Was bedeutet Heimat für Sie?
Heimat ist für mich auf alle Fälle einmal meine Heimatgemeinde Gössendorf, Graz und die Steiermark insgesamt. Dort, wo deine Familie und Freunde sind, fühlt man sich auch daheim. Gott sei Dank ist der Begriff Heimat nicht mehr negativ besetzt. Auch andere politische Parteien greifen wieder auf diesen Begriff zurück. Dass sich da etwas geändert hat, ist gut so. Wir wollen auch, dass die Leute wieder mehr Mitspracherecht haben.
Was bedeutet ihre Heimatregion Graz-Umgebung Süd im Speziellen für Sie?
Ich bin in Graz geboren und in Vasoldsberg aufgewachsen. Seit 1990 wohne ich in Gössendorf. Es ist ein schwieriger Bezirk, weil im Norden eher in die Obersteiermark tendiert wird und im Süden in Richtung Südsteiermark.
Werden Sie in Ihrer Heimat-Gemeinde Gössendorf bei der Gemeinderatswahl im Frühling auch als Spitzenkandidat antreten?
Ja, ich will Bürgermeister werden.
Mit welchen Zielen gehen Sie in diese Wahl?
Vor der letzten Wahl hatten wir ein Mandat, jetzt haben wir vier. Die SPÖ hat noch immer die absolute Mehrheit. Jetzt treten auch die NEOS in Gössendorf an. Denen kann man auch einen Stimmengewinn zutrauen. Franz Macher ist seit 1993 Bürgermeister. Er hat sehr viel gemacht für die Gemeinde. Nach 20 Jahren ist vielleicht auch ein Punkt erreicht, wo man zu einem gewissen Grad amtsmüde wird.
Falls Ihre Wahlziele eintreffen, sind Sie Bürgermeister, Nationalrat und gehen als FP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl ins Rennen. Wie wird sich das zeitlich alles ausgehen?
Ich mach mir über das eigentlich wenig Sorgen. Ich schaffe es jetzt auch und hab dann den Vorteil, wenn alles planmäßig läuft, dass ich wieder zurück in der Steiermark bin. Von Gössendorf in die Landhausgasse ist es um einiges kürzer. Das Nationalratsmandat würde ich dann zurücklegen.
Wie wird Ihr Team für die Landtagswahl aussehen?
Es gibt noch keine Liste dafür. Ich werde natürlich versuchen, die bisherige Mannschaft zusammen mit jungen Kräften für die Wahl zu mobilisieren.
Thema Gemeindefusion: Nun hat der Verwaltungsgerichtshof die ersten Klagen – auch der FP-geführten Gemeinde Eisbach – zurückgewiesen. Wie stehen Sie zu den Veränderungen, die ab 1. 1. 2015 in Kraft treten werden?
Wir nehmen das Urteil zur Kenntnis, sind aber bis zu einem gewissen Grad enttäuscht. Gerade was den Spezialfall Eisbach betrifft, aber es ist auch eine große Chance für uns. Es gibt in diesen Gemeinden sehr viele Bürger, die mit diesen Entscheidungen nicht einverstanden sind.
Wenn Sie ab 2015 mitregieren – die Prognosen gehen ja in diese Richtung – werden Sie am Reformweg festhalten?
Wir haben mit der Abschaffung des Proporzes eine neue Situation. Bei Zwangsfusionen werden wir nicht dabei sein. Mario Kunasek muss nicht unbedingt Landesrat werden. Wir müssen uns das nach der Wahl anschauen. Am Ende des Tages zählt das Wahlergebnis.
Wird es als nächsten Schritt im Jahr 2018 möglicherweise eine Eingemeindung der Umlandgemeinden (auch Gössendorf) in die Stadt Graz geben?
Ich verstehe, dass Graz wachsen muss, aber sicherlich nicht wie das bei Gemeinden in den letzten Jahren passiert ist. Wenn es wirklich zu einem Eingemeindungs-Gedanken kommt, geht es nur mit den Bürgern. Da muss man auf der Seite der Bürger stehen.
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