07.10.2014, 11:34 Uhr

Hackher-Kaserne verliert Kompanie

Major Ulf Auer schließt eine Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit des Regiments nicht aus.

Durch Schließung der Kirchner-Kaserne fällt eine dort stationierte Kompanie der Kaserne in Gratkorn weg.

Verteidigungsminister Gerald Klug spricht von 20 Kasernen, die geschlossen oder mit anderen Einheiten zusammengelegt werden sollen.
Betroffen ist auch die Kirchnerkaserne in Graz. Das Versorgungsregiment in der Hackher-Kaserne Gratkorn verliert damit eine seiner bisher sechs Kompanien.


Nicht unvorbereitet

Die Schließung der Kirchnerkaserne trifft das Regiment in Gratkorn nicht ganz unvorbereitet. Dort ist das Versorgungsregiment 1 stationiert. Fünf Kompanien sind in der Hackher-Kaserne für die Logistik sämtlicher Transporte im In- und Ausland zuständig. Die sechste Kompanie ist bislang in der Kirchnerkaserne stationiert, weil in Gratkorn dafür der Platz fehlte.
Seit einigen Jahren weiß man in der Hackher-Kaserne von der beabsichtigten Auflösung der Kirchnerkaserne, die militärische Nutzung wurde aber immer wieder verlängert.


Spitzensportler beim Heer

Zurzeit befinden sich in der Kirchnerkaserne 20 Leute im Kaderpersonal. Erst am 1. Oktober rückten 60 Rekruten zur Grundausbildung ein. Sie alle sind österreichische Spitzensportler, die ihren Grundwehrdienst beim Versorgungsregiment 1 absolvieren.
Wann die Kaserne verkauft oder anderen Zwecken zugeführt wird, ist noch nicht klar definiert.


Eine Kompanie weniger

Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Regiments schließt Major Ulf Auer von der Hackher-Kaserne Gratkorn nicht aus: „Was bisher sechs Kompanien ausgebildet und geleistet haben, ist mit einer Kompanie weniger nicht mehr machbar“.
Bisher erfolgten fünf Einrückungstermine pro Jahr, darunter zwei Termine für Rekruten aus dem österreichischen Spitzensport. "Damit wird der Logistikversorgung des österreichischen Bundesheers selbst ein logistisches Problem auf den Tisch gelegt. Bleibt zu hoffen, dass die Gelder aus dem Verkauf der Kasernen wieder in das Bundesheer investiert werden, damit die verbleibenden Kasernen ihren Auftrag erfüllen können", so Major Auer. Die Hackher-Kaserne selbst ist von einer Schließung nicht betroffen, betont er. Edith Ertl
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