02.09.2014, 10:31 Uhr

Streit um unsere Kinder

Schulterschluss: Buchgraber, Schuh, Promitzer und Meier (v.l.) mit den Beschwerdeschreiben aus Feldbach.

Feldbach kommen die Schüler abhanden. Deutschmann legt Beschwerde ein.

Bürgermeister Kurt Deutschmann hat 28 Beschwerdeschreiben an das Landesverwaltungsgericht geschickt. Der Inhalt: Protest gegen Bescheide der Bürgermeister von sechs Umlandgemeinden. Was den Wechsel der Kinder in Neue Mittelschulen (NMS) fremder Schulsprengel betrifft, hätten sich Helmut Buchgraber von Auersbach wie dessen Amtskollegen nicht ans Gesetz gehalten. Buchgraber und Co. fordern Deutschmann auf, die Beschwerden zurückzuziehen. Im ungünstigsten Fall steht den Kindern ein Schulwechsel unterm Schuljahr bevor. Neun der 28 betroffenen Schüler müssen nun doch in Feldbach starten.

Zusagen sind ungültig

Laut Beschwerde haben Auersbach, Edelsbach, Gniebing-Weißenbach, Gossendorf, Leitersdorf und Mühldorf beim gesetzlichen Schulerhalter nicht die Zustimmung eingeholt und gegen § 23, Abs. 2 des Steiermärkischen Pflichtschulerhaltungsgesetzes verstoßen. Schulerhalter ist Feldbach. Deutschmann: "Für eine zweite Klasse in der NMS II fehlen vier Schüler. Es geht um den Bestand des Schulstandortes Feldbach." Im Übrigen habe er die Beschwerden in Absprache mit der Bezirksschulinspektorin eingebracht. Deutschmann gibt die Schuld seinen Nachbarn. Sie hätten es verabsäumt, ihn und Bezirksschulinspektorin Margareta Kaufmann anzuhören.
Laut Gesetz entscheide der Bürgermeister der Wohnsitzgemeinde über den Antrag der Eltern, so Buchgraber. Was Deutschmann nun bemängle, seien Formalfehler. Wenn er sich seine Gemeinde Auersbach anschaue, so sei die Zahl der Schüler, die nach Markt Hartmannsdorf und Riegersburg gehen, im Steigen begriffen. Auch die Bürgermeister Anton Schuh von Mühldorf und Manfred Promitzer von Gniebing-Weißenbach sowie Alois Meier in Vertretung von Bürgermeister Alfred Buchgraber von Edelsbach sehen sich mit Anträgen auf Wechsel in einen anderen Schulsprengel konfrontiert.
Leidtragend sind die Kinder. Laut Norbert Mandl vom Landesverwaltungsgericht hat die Beschwerde von Deutschmann aufschiebende Wirkung. Im Klartext: Die Bescheide gelten nicht. Die Kinder müssen zunächst die Schule im Sprengel besuchen – sprich in Feldbach. Wie das Gericht entscheidet, bleibt abzuwarten. Feldbach ist ein Formalfehler unterlaufen. Mandl: "Die Beschwerden wurden falsch eingebracht." Es dauere, bis die Schreiben den drei Richtern zugewiesen würden.
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