25.09.2014, 13:23 Uhr

Was die Passailer wirklich wollen. Bürgerbefragung brachte Ergebnisse

Wissen jetzt was ihre Bürger wollen: Günter Linzberger, Franz Schinnerl, Günter Karrer, Eva Karrer, Franz Klammler, Hubert Reisinger und der Initiator der Befragung, Vinzenz Harrer.
Unter dem Motto „Wir gestalten unsere neue Gemeinde“, waren die Bürger Passails Anfang Juni eingeladen, ihre Wünsche und Erwartungen für die Zeit nach der Gemeindefusion 2015 Kund zu tun.
Von den zukünftig fast 4400 Bewohnern der neuen Gemeinde Passail, waren lediglich knapp 80 erschienen, um sich mittels Fragebögen oder mündlichen Kommentaren einzubringen. Trotz der spärlichen Beteiligung ist es aber gelungen, 200 konkrete Begehrlichkeiten aus 20 Themenbereichen heraus zu arbeiten.

„Wir möchten nun all diese Informationen, das heißt die Anliegen der Menschen hier in Passail, den Wahlfraktionen zugänglich machen“, sagt Vinzenz Harrer, der die Befragung ins Leben rief: „Ich hatte das Gefühl, dass im Rahmen der Fusion immer nur die Funktionäre am Diskutieren waren, aber die Wünsche der Bürger unberührt blieben.“
Ganz oben auf der Liste stehen die Versorgung der jüngsten wie auch der ältesten Gemeindemitglieder, die Forderung nach einer Schwerpunktschule oder der Erhalt der alten Vereinszentren. „Die Ergebnisse der Umfrage bilden ein gutes Fundament“, sagt Passails Bürgermeister Günter Linzberger.

Wahlen stehen vor der Tür

Die Funktionäre haben bis 2015 nun Zeit, die gewünschten Punkte in ihre Wahlprogramme zu integrieren. Gerade aber hinsichtlich Fraktionsdenken scheinen die Wogen in Passail noch nicht geglättet. „Ich will einen guten Zusammenhalt in der neuen Gemeinde. Die Parteien sollen hinten anstehen“, sagt Hubert Reisinger, Hohenaus Gemeindesekretär. Und auch Günter Karrer, Gemeinderat in Passail findet klare Worte: „All die eingefrorenen Strukturen sollen neuen Chancen Platz machen.“
Das nicht alles sofort realisierbar sei, darüber ist sich Eva Karrer, Passails Gemeindekassiererin (SPÖ), im Klaren: „Wir sehen diese Liste als Arbeitspapier für die nächsten zehn Jahre“.
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