04.11.2016, 20:12 Uhr

Die Heimreise.

15. Teil: Die Reise in meine Vergangenheit.


Wir waren müde geworden vom Erkunden von Innsbruck. Innsbruck war zu anstrengend für uns, glaube ich. Ich vermisste die liebliche Stadt von früher oder habe ich als Jugendlicher mehr vertragen können? Am Nachtleben halten wir zuhause nicht viel, das von Innsbruck war für uns unbekannt. Wahrscheinlich hätte es auch keine Buschenschank wie daheim in der Steiermark gegeben! Das waren die Ausreden, die uns einfielen um im Hotel zu bleiben. Noch dazu begann es zu regnen, das Wetter hatte umgeschlagen. Wenn man auf Reise ist, spielt das Wetter doch eine Rolle. Die Voraussagen waren nicht besser, also beschlossen wir, am nächsten Tag, zu mindestens über den Brenner und somit über die Alpen zu kommen. Vielleicht in Seeboden am Millstättersee noch eine Nacht bleiben, war der Gedanke.
Am Morgen regnete es immer noch heftig und es war kalt geworden. Wir suchten uns quer durch Innsbruck den Weg zur Brennerautobahn. Dabei fuhren wir durch neue, mir unbekannte Wohngebiete. Natürlich, Innsbruck ist ja gewachsen. Mit einem Blick in den Rückspiegel verabschiedeten wir uns von der heute grauen Stadt Innsbruck.
Auf unserer Straßenseite war reger Verkehr. Auf der Gegenfahrbahn Richtung Innsbruck war ein langsam fahrender Stau. Damit konnte man rechnen, es war Sonntag und ein Rückreisetag der Urlauber, die braungebrannt aus Italien kamen. Nicht 10, 20 Km weit, nein bis hinauf zum Brennerpass, fuhren sie im Schritt oft 2 – 3 reihig. Die Berge rundum waren schon leicht angezuckert.
Auf der italienischen Seite regnete es nur mehr leicht, der Stau Richtung Brenner blieb. Wie viele Autos könnten das gewesen sein? Wir konnten es nicht annäherd schätzen und was wir im Radio hörten, soll es ein Stau bis nach Meran gewesen sein. Wir fuhren aber auf der E66 Richtung Bruneck, Tobriach, Sillian weiter. Nicht gerade die beste Straße, aber abgesehen vom vielen Gegenverkehr, kamen wir gut vorwärts, selbst einen Gasthof für die Kaffeepause fanden wir. Weiter ging es nach Spittal a. Drau. Aus dem Radio hörten wir, dass starkes Verkehrsaufkommen Richtung Katschberg gemeldet wurde. Auch hier sahen wir den Stau, wir hatten Mitleid mit den Mensch, vor allem wenn man daran dachte, dass viele Urlauber noch weit nach Norddeutschland fahren mussten.
Durch einen Buchungsfehler wurde ein Extra-Tag am Millstättersee dann auch nochgestrichen. Es war rund 17.00 Uhr, also noch früh genug um bis nachhause durchzufahren. Froh und glücklich sind wir in Frohnleiten wieder angekommen und hatten viel zu erzählen. Es war ein anstrengender aber doch ein gelungener Herbsturlaub.

Resümee


Erinnerungen zu wecken war der Zweck der Reise. Es war mir geglückt, nur ein wenig Vergangenheit hervorzuholen, in dem Sinn ist der Versuch gelungen. Ich habe Bekanntes wieder entdeckt, konnte in Erinnerungen schwelgen, in meine eigene Vergangenheit, in meiner Kindheit eintauchen. Es ging darum, innere Bilder wachzurufen, dann die Erinnerungen so zu gestalten, dass man sich selbst wieder spürt und dabei seine innere Ruhe findet.

Ich danke allen Usern, die meine 15 Beiträge gelesen und ihre Kommentare dazu geschrieben haben.
LGr. Otto
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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 05.11.2016 | 08:51   Melden
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Ernest Ganster aus Mürztal | 05.11.2016 | 15:53   Melden
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Kerstin Wutti aus Land Steiermark | 06.11.2016 | 15:24   Melden
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