FC Gratkorn glückt Revanche gegen TUS Rein

Petar Smoljan brachte den FC Gratkorn bereits früh in Führung
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GRATWEIN-STRASSENGEL. In Gratwein-Straßengel im Ortsteil Eisbach-Rein fand am Samstag ein Highlight für Fans des regionalen Fußballs statt. Das Duell zwischen TUS Rein und dem FC Gratkorn ist deshalb besonders, weil die beiden Clubs vor einigen Jahren noch durch mehrere Leistungsstufen getrennt waren.
In der Saison 10/11, also vor fünf Jahren, spielte TUS Rein in der Gebietsliga (der vorletzten Liga), während Gratkorn in der zweiten Liga als Profiverein aktiv war.

Rein schaffte es jedoch innerhalb von wenigen Jahren bis in die Oberliga (fünfthöchste Spielklasse) aufzusteigen, während Gratkorn mehrere Abstiege hinnehmen musste und mittlerweile auch in der Oberliga gelandet ist.
Auch aufgrund der Vergangenheit ist der FC Gratkorn in diesem Duell der Favorit. Bereits im Herbst gab es ein Aufeinandertreffen dieser beiden Clubs, doch damals konnte der "Underdog" aus Rein mit einem 2:0 als Sieger hervorgehen.

Diesmal kam es jedoch anders. Gratkorn startete energisch in das Spiel und konnte die Defensive von Rein immer wieder gut unter Druck setzen. Bereits nach 15 Minuten gingen die Gäste aus Gratkorn mit 1:0 in Führung. Innenverteidiger Petar Smoljan war nach einer Standardsituation zur Stelle und erzielte sein erstes Saisontor.

Die knappe Führung war den Gratkornern noch zu wenig, weiterhin hatte man das Spiel gut unter Kontrolle, doch wirklich klare Torchancen gab es nur wenige. Ein individueller Fehler der Reiner Abwehr führte dann nach 31 Minuten zum zweiten Gegentreffer.

Nochmals Spannung in Hälfte zwei

Nach der Pause wurde Rein aktiver und konnte auch in der Offensive mehr Akzente setzen. Ein sehenswerter Treffer von Roman Schnitzer wurde aufgrund einer Abseitsstellung vom Schiedsrichtergespann nicht anerkannt. Doch nur wenige Minuten später hatten die rund 500 Zuseher am Sportplatz Rein Grund zu jubeln. Michael Stoimaier traf per Kopf zum 2:1 und stellte damit den Anschluss wieder her. Die Mannschaft von Trainer Michael König spürte nun, dass man dieses Spiel noch lange nicht verloren hat. Rein riskierte mehr in der Offensive, konnte aber keine Torgelegenheit nutzen. Eine alte Fußballerweisheit besagt "wer die Tore vorne nicht schießt, bekommt sie hinten". Das traf dann auch auf dieses Spiel zu.

Nach 82 Minuten konnte der eingewechselte Stürmer Pascal Wallner nach einem Konter das 3:1 für Gratkorn erzielen. Das Auswärtsteam konnte sich danach wieder vom Druck der Reiner befreien und hatte noch ein paar Möglichkeiten den Sieg höher ausfallen zu lassen. Ein Stangenschuss und ein Lattenschuss kommen noch hinzu. Auch Michael König, Trainer von TUS Rein, erkannte, dass Gratkorn in diesem Spiel die etwas bessere Mannschaft war: "Im Großen und Ganzen war der Sieg für Gratkorn verdient. Sie hatten zwar in der ersten Hälfte nicht viele Chancen, waren aber spielbestimmend. Beide Tore sind jedoch nach eigenen Fehlern von uns gefallen. Nach dem Anschlusstreffer zum 2:1 hatten wir auch die Chance das 2:2 zu erzielen."

Gratkorn-Coach Zoran Eskinja ist mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden und erklärt auch, wieso es phasenweise in der zweiten Hälfte nicht ganz so souverän lief wie in Hälfte eins: "Wir haben in der ersten Hälfte dominiert. Ich habe in der zweiten Hälfte einen 17-Jährigen gebracht und wir hatten dann ein wenig Abstimmungsprobleme. Nach dem Anschlusstreffer von Rein konnten wir die schwierige Phase überstehen und haben dann sogar noch das 3:1 gemacht. Mittlerweile ist meine Mannschaft schon wie eine Familie."

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