04.10.2017, 00:00 Uhr

Am Montag ruft Abu Dhabi

Vielleicht schon bald Vasoldsberger Weltmeisterin? Sarah Ruckenstuhl geht als Speditionskauffrau ins Rennen um Gold.

Sarah Ruckenstuhl und Christoph Fürnschuß vertreten Österreich bei den World Skills.

Es ist schon eine ziemlich coole Geschichte, die auf die zwei Vertreter aus dem Bezirk Graz-Umgebung ab Montag bei den World Skills wartet. Sarah Ruckenstuhl und Christoph Fürnschuß fliegen nämlich mit 38 anderen Fachkräften aus Österreich zu den Berufsweltmeisterschaften nach Abu Dhabi. Mit im Gepäck haben die beiden Protagonisten jede Menge Wissen.

Vorbereitung für die Berufs-WM

"Wir hatten ein Jahr Vorbereitungszeit, in dem wir zwischen 800 und 900 Stunden trainiert haben. Es sind schon einige Wochenenden draufgegangen", sagt Ruckenstuhl. Die Vasoldsbergerin geht in der Branche Spedition an den Start. Auch weil die Speditionskauffrauen und -männer heuer zum ersten Mal dabei sind, ist es nicht nur für die 21-Jährige, die bei DHL Freight in Kalsdorf arbeitet, ein ungewohntes Feld. "Wir haben uns ähnlich vorbereitet wie auf eine Lehrabschlussprüfung." Insgesamt acht Module muss die Speditionskauffrau, die ihre LAP mit einem Notendurchschnitt von 1,0 absolviert hat, in Abu Dhabi meistern. "Der Druck steigt immer mehr, man weiß ja nicht, was dann genau kommt", so Ruckenstuhl. Die Prüfungstage dauern dabei von 8 bis 17 Uhr.
Ebenso mit im Flieger sitzen wird Christoph Fürnschuß aus Dobl. Der gelernte Koch, der schon den Lehrlingswettbewerb gewonnen hat, wird sich mit anderen 42 Teilnehmern messen. "Das ist die höchste Zahl von allen teilnehmenden Berufen", sagt der 20-Jährige. Der Dobler wird dabei Österreich als einziger Koch vertreten.

Sowieso ist diese Weltmeisterschaft einem Olympia-Event sehr ähnlich.
Alle österreichischen Teilnehmer fliegen voll eingekleidet nach Abu Dhabi, auch die Eröffnungs- und Schlussfeier in der dortigen Ferrari-World erfolgt mit Fahnenträgern. Spätestens dann wird für die Vertreter aus Graz-Umgebung das Kribbeln noch mal stärker werden. Auch Fürnschuß hat in den letzten Monaten fleißig trainiert. Neben der Arbeit am Wochenende stand er von Montag bis Donnerstag in Bad Gleichenberg in der "Trainingsküche". "Man hat Vorgaben, diese werden vor Ort aber zu 30 Prozent abgeändert. Man muss sehr flexibel sein, weil auch die Produkte ganz anders sind. Das Mehl ist ganz anders strukturiert", weiß Fürnschuß.

Bis 20. Oktober werden die beiden in den Vereinigten Arabischen Emiraten sein. Immerhin ein Tag ist als Sightseeing-Day eingeplant. Alle anderen Tage werden zur Vorbereitung genutzt.

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