19.10.2016, 10:22 Uhr

Der Psychologe für eine Fahrt

Erwin Wailland beschäftigt in seinem Unternehmen Shuttle Service zwischen sechs und acht Mitarbeiter.

Warum man als Taxi-Unternehmer oft auch Psychologe sein darf, hat uns Erwin Wailland erzählt.

Der Dienst beginnt meist um vier Uhr morgens und endet um 23.30 Uhr oder später. Die Rede ist vom Taxi- und Shuttle-Gewerbe. Wir haben uns mit dem Premstättner Unternehmer Erwin Wailland von der Firma Shuttle Service zum Interview getroffen.

WOCHE: Seit wann gibt es das Unternehmen Shuttle Service bereits? Wie ist es dazu gekommen, wie hat es sich entwickelt?
Erwin Wailland: In der Form gibt es uns seit 2012. Es ist aus einer Not zur Tugend geworden. Nach der HTL habe ich den Taxischein gemacht, war dann 25 Jahre in der Privatwirtschaft. Aus einer Lebenssituation, die nicht leicht war, habe ich dann beschlossen, die Konzessionsprüfung zu machen und mich selbstständig gemacht.

Sie bieten neben dem klassischen Taxi-Shuttle auch Event-Shuttle und Patienten-Shuttle an. Was genau kann man sich darunter vorstellen?
Wir haben ursprünglich mit Krankentransport begonnen. Aufgrund des guten Kundenzuspruchs ist es dann total in die andere Richtung gegangen. Wir haben im Raum Premstätten begonnen und die Kontakte so ausgebaut, dass wir Krankenkassenfahrten nicht mehr machen mussten. Auf privater Basis bieten wir solche Fahrten aber noch an. Seit heuer haben wir auch einen Schulbusbetrieb. Für Weihnachtsfeiern und Feuerwehrfeste betreiben wir auch einen Event-Shuttle.

Wie hat sich das Taxi-Gewerbe in den letzten Jahren verändert?
Der Kontrast zwischen Vollauslastung und Wartezeit stellt für die Mitarbeiter natürlich eine Herausforderung dar. Wir haben aber 80 Prozent vorbestellte Fahrten. Das Tolle ist, dass wir vom Klientel her so unterschiedlich aufgestellt sind. Man lernt Kunden oft sehr persönlich kennen. Hin und wieder ist man auch Zehn-Minuten-Psychologe.

Was halten Sie von der neuen Projektidee „GUSTmobil“, das kurze Wege für alle Personen in Graz-Umgebung vereinfachen soll?
Das ist eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die nach einem Haltestellenprinzip funktioniert. Wir hoffen, dass dafür auch mobilitätseingeschränkte Personen in Frage kommen. Das ist preislich für die Fahrgäste eine tolle Sache. Wenn alles gut geht, wird im Frühjahr 2017 gestartet. Wir sind auf jeden Fall interessiert daran.
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