21.10.2014, 16:48 Uhr

Von echten Werten und vielen Spuren

Der Familienmensch: Elisabeth Hutter nimmt gerne Auszeit in der Natur rund um Birkfeld und fotografiert selbst sehr gerne.

Durch ihr Engagement in Wirtschaft, Kultur und Gemeinde setzt Elisabeth Hutter ihre persönliche Handschrift.

Tischgespräch der besonderen Art: In der neuen WOCHE-Serie bitten wir Wirtschaftsgrößen unseres Bezirks zum Interview an einem ihrer kulinarischen Lieblingsplätze. Heute die Birkfelderin Elisabeth Hutter, die mit wirtschaftlichem Know-how auch in der Kulturszene ihren Weg geht.

Zur Person

Elisabeth Hutter feiert am 22. 10. 2014 den 40. Geburtstag. Seit 2000 verheiratet mit Armin Hutter, wohnhaft in Birkfeld. Die Kinder Anna, Arthur und Alexander sind die große Bereicherung der Familie. Dazu gesellt sich Manny, ein kleiner Münsterländer. Hutter maturierte in Birkfeld, studierte Bauingenieurwesen, absolvierte eine Marketingausbildung. Arbeitet als selbstständige Projektmanagerin, entwickelt Projekte, Konzepte, Inhalte von der Finanzierung bis zum laufenden Geschäft.

WOCHE: Wie würden Sie sich kurz einem blinden Menschen beschreiben?
Elisabeth Hutter: Groß, robust, freundlich, oft mit einem Lächeln auf den Lippen, immer beschäftigt und gesellig; lange rote Haare und Sommersprossen auf der Nase.
Wie sieht ein Wochen- bzw. Sonntag im Hause Hutter aus?
Wir sind eigentlich Langschläfer, aber jetzt, wo ich das Lillis übernommen habe, muss ich früher aus den Federn. An einem Sonntag im Sommer etwa frühstücken wir ausgiebig bis 10 Uhr auf der Terrasse, da gibt's dann kein Mittag. Da gibt's auch verschiedene Arten von Eiern, scharf pikant für meinen Mann, Eierspeis mit Käse und Speck, usw. Danach entscheiden wir, wie der Sonntag aussieht. Entweder Haus und Garten oder ein Fußballmatch, nichts Aufregendes.
Bei uns ist vor allem wochentags jeder Tag anders. Am Vormittag viele Besprechungen, von 12 bis 15 Uhr bin ich zu Hause, kommt drauf an, was die Kinder vorhaben, die sehr selbstständig sind. Viel Arbeit wird bei mir auch in der Nacht erledigt.
Wie weit planen Sie voraus, wie strukturiert arbeiten Sie?
Ich habe einen Jahresplan, wo ich meine Projekte festhalte, auch kleine Sonderprojekte, jedoch Lücken für Spontanes offen sind. Wir sind ein starkes Team. Meine Kraft kann ich mir gut einteilen. Flexibilität muss immer gegeben sein, da verlang ich auch von meinen Mitarbeitern sehr viel.
Was ist Ihnen beim Erwachsenwerden Ihrer Kinder wichtig?
Meine Kinder wollte ich immer selber großziehen mit Unterstützung meiner Großeltern. Werte werden immer wichtiger. Meine Kinder sehen, dass wir viel arbeiten, sie dürfen überall mit, dadurch sehen sie, wie wir mit Mitmenschen und den Dingen des Lebens umgehen. Ich finde, Kinder müssen das erleben. Nicht das Geld oder der Urlaub zweimal im Jahr machen Werte aus, sondern wie man mit Generationen und Menschen umgeht, wie man sich in einer Gemeinde engagiert und Dinge verändern kann. Ja, einfach eine Spur hinterlässt.
Überraschen Sie Ihren Mann zum Geburtstag, lieben Sie Überraschungen?
Schon, Geburtstage halten wir hoch. Den Hochzeitstag vergessen wir meistens beide.
Wie bringen Sie so vieles unter einen Hut: Familie, Projekte, Intermusica, Kunstzone Joglland?
Ich tu alles total gerne. Ich könnte nicht sagen, wo die Arbeit anfängt oder aufhört. Stunden schreibe ich nie mit, das möchte ich gar nicht wissen. Mein Mann hat rund 35 Mitarbeiter bei Hutter Akustix und in der Tischlerei, bei der Kunstzone und im Klangtunnel kommen wir im Sommer auf zwölf Mitarbeiter und im Lillis sind wir an die fünf.
Woher holen Sie sich Ihre Ruhe, die Sie ausstrahlen?
Aus der Familie und der Ort gibt mir sehr viel Kraft, das sehe ich als Geschenk. Auf der Straße gibt es oft ein liebes Wort von Menschen, ich setz mich gern für Birkfeld ein und man findet immer jemanden, der hilft.

Zur Person
Elisabeth Hutter feiert am 22. 10. 2014 den 40. Geburtstag. Seit 2000 verheiratet mit Armin Hutter, wohnhaft in Birkfeld. Die Kinder Anna, Arthur und Alexander sind die große Bereicherung der Familie. Dazu gesellt sich Manny, ein kleiner Münsterländer. Hutter maturierte in Birkfeld, studierte Bauingenieurwesen, absolvierte eine Marketingausbildung. Arbeitet als selbstständige Projektmanagerin, entwickelt Projekte, Konzepte, Inhalte von der Finanzierung bis zum laufenden Geschäft.

Wordrap

Elisabeth Hutter über ...
... Kleidung:
Am liebsten Jeans und T-Shirt, im Sommer bin ich gerne barfuß unterwegs; für Kleidung verschwende ich wenig Zeit.
... Urlaub: Wichtig ist es, Zeit füreinander zu haben. Wir sind viel unterwegs, besichtigen gerne andere Kulturen und schauen, wo die Unterschiede zu unserem Leben liegen. Wir sind nicht so die typischen Sommerurlauber. Obwohl, Strandtage gibt es hin und wieder.
... Kochen: Ich koche sehr gerne. Für mich ist Ausgewogenheit wichtig und dass ich Produkte aus der Region verwende. Gemüse und Salat gibt es zu jedem Essen.
... Musik/Kunst: Mich begeistert jede Art von Live-Musik. Zuhause habe ich kein Radio an, keine CD, ich bin ein visueller Mensch. Mein Mann hat eine große CD-Sammlung.
... 40. Geburtstag: Alter bedeutet mir gar nichts. Ich möchte keinen Tag jünger sein. Ich lebe im Jetzt, was hinter mir liegt, macht mich aus, dass ich so bin, wie ich bin.
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