Verantwortung fürs Alter(n) zeigen

Auch im Alter noch etwas zu lachen haben – wie das gelingen kann, wird im Rahmen einer zweitägigen Fachtagung erörtert.
  • Auch im Alter noch etwas zu lachen haben – wie das gelingen kann, wird im Rahmen einer zweitägigen Fachtagung erörtert.
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Die demografischen Daten sprechen eine klare Sprache: Wir werden alle immer älter. Damit stellt sich naturgemäß auch die Frage nach der Perspektive, seinen Lebensabend möglichst lange im gewohnten Umfeld zu Hause zu verbringen. Welche Voraussetzungen dafür nötig sind, ist Thema einer zweitägigen Fachtagung, bei der sich internationale Experten austauschen und die vom Lions Club Gleisdorf sowie der Sozialeinrichtung Chance B initiiert wurde. Die Dimensionen einer „alternden Gesellschaft“ und insbesondere gravierende Veränderungen der ländlichen Regionen fordern zum Umdenken und Handeln auf.

Altersfreundliche Region
„Nicht alle Menschen haben das Glück, wie meine Eltern im hohen Alter zu Hause leben zu können. Es ist nicht nur für sie selbst, sondern auch für uns Kinder ein Segen“, beschreibt der Präsident des Lions Club Gleisdorf Peter Lidl seine Motivation, das Thema „Im Alter zu Hause leben“ in den Mittelpunkt der Lions Aktivitäten zu setzen. „Wir wollen beginnend mit unserem Jubiläumsjahr 2016/17 und in den beiden Folgejahren ein nachhaltiges Projekt unterstützen, das vielen bedürftigen alten Menschen den Lebensabend verbessern soll.“

Den Anforderungen des Älterwerdens
menschlich begegnen. (Foto: pressmaster/Fotolia)

Internationaler Expertenaustausch

Auf Initiative des Lions Club Gleisdorf veranstaltet die Chance B die Internationale Fachtagung „Im Alter zu Hause leben“ mit dem Ziel, österreichische Fachleute mit Partnern aus den Nachbarregionen zu vernetzen. Dabei soll ein starker Impuls für die regionale Entwicklung gesetzt und in einem Pilotprojekt in der Oststeiermark die Gestaltung des unmittelbaren Lebensraumes aktiv in die Hand genommen werden, damit in Zukunft alle Menschen, die es möchten, im Alter zu Hause leben können.

Leben im Alter aktiv gestalten

Spazieren, Lesen, Fernsehen – diese Aktivitäten älterer Menschen sind nach wie vor beliebt, jedoch werden sie immer mehr von ungewöhnlichen und abwechslungsreichen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten ergänzt. Zahlreiche Einrichtungen, wie Altersheime oder Pensionistenverbände, bieten viele unterschiedliche Veranstaltungen, wo sie ältere Menschen zusammenbringen und ihnen Gesellschaft leisten. Selbst wenn die Menschen eine Familie haben, sind die Kinder oft berufstätig und ältere Menschen sind unter der Woche alleine. Aus diesem Grund ist es wichtig, ihnen Gelegenheit zum Austausch und zur Aussprache zu geben. Reisen, die unternommen werden, oder Veranstaltungen, die besucht werden, machen den Menschen große Freude und lassen sie aktiv am Leben teilnehmen. All dies findet ohne Zwang statt und alle Veranstaltungen sind freiwillig – Menschen können sich immer zurückziehen, wenn sie möchten.

NACHGEFRAGT BEI

Gloriette Varlamis
Pensionistenverband Lend

Welche Aktivitäten bieten Sie an?
Wir haben 412 Mitglieder und bieten wöchentlich zwei Clubnachmittage an. Mitglieder treffen sich zu Gesprächen und Kartenspielen. Wir organisieren auch Wanderausflüge, Konzertfahrten und Kabarettreisen.

Gehen Reisen auch über die Grenzen hinaus?
Ja, wir machen immer eine Kultur- und eine Badereise. Heuer waren wir in Paris und in Kroatien.

Was macht Ihnen an der Aufgabe Freude?
Es ist schön, älteren Menschen zu helfen. Es kommt viel Herzensfreude zurück.

INFOS ZUR TAGUNG

„Im Alter zu Hause leben“ ist eine Initiative des Lions Club Gleisdorf mit den Zonenclubs Feldbach, Fürstenfeld, Hartberg, Thermenland, Veste Riegersburg und Weiz. Infos zur Tagung am 7. und 8. Oktober in Gleisdorf: www.chanceb.at

Hier geht es zur ePaper-Version!

Ermöglicht durch:

Autor:

Steiermark WOCHE aus Graz

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