Stirbt die Esche?

Die Esche prägt das Landschaftsbild in der Obersteiermark mit. Jetzt ist ihr Bestand durch eine Pilzkrankheit gefährdet. HACKL
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  • hochgeladen von Christoph Hofer

Bis zu 70 Prozent der heimischen Esche sind von
einer Pilzkrankheit befallen. Auch der Lärche geht es schlecht. Ursache könnte der Klimawandel sein.

Die Esche, ein heimischer Laubbaum, ist an und für sich sehr widerstandsfähig. Jetzt aber scheint die Esche zu kapitulieren. Letztendlich könnte das Eschentriebsterben für das Aussterben der Esche sorgen. Es ist ein Pilz der dieses Eschentriebsterben verursacht.

?Zuerst sterben Triebe und Zweige der Esche ab, dies führt bis zum Absterben des ganzen Baumes. Bisher gibt es keine Möglichkeit, diese Pilzkrankheit zu stoppen?, sagt Paul Putz von der Bezirksforstinspektion Mürzzuschlag. Die Aufforstung der Esche ist gestoppt worden. ?Eine Aufforstung mit Esche wird auch nicht mehr gefördert. Betroffen sind vor allem junge Bäume, der Pilz greift aber Bäume aller Altersklassen an?, sagt Paul Putz.

Das Eschentriebsterben wurde erstmals 1991 in Polen beobachtet. Mittlerweile tritt die Krankheit in vielen Teilen Europas auf. Seit 2006 hat sich das Eschentriebsterben auch in ísterreich weit verbreitet. Im Jahr 2008 wurden in allen Bundesländern Symptome beobachtet. Im heurigen Jahr sind bereits bis zu 70 Prozent des gesamten Bestandes vom Pilz befallen.

Bisher gibt es keine wirkungsvollen Maßnahmen, die Pilzkrankheit einzudämmen.

Die weitere Entwicklung des Eschentriebsterbens ist derzeit noch nicht abschätzbar. ?Wir vertrauen jedoch auf die Selbstheilkraft der Natur. In den 1980er-Jahren hat es das große Tannensterben gegeben. Die Tanne hat sich jedoch gut erfangen und weist heute wieder einen gesunden Bestand auf?, sagt Paul Putz.
Der Anteil der Esche am Wald in ísterreich ist gering und beträgt etwa ein Prozent. In manchen Gebieten tritt die Esche jedoch häufiger auf. Die Esche ist einerseits ein Baum der Täler und Flussniederungen (Auesche) bevorzugt, andererseits kommt sie auf feuchten Böden auch in höheren Lagen bis 1200 Meter vor (Gebirgs- oder Kalkesche). Die raschwüchsige Esche wird bis zu 250 Jahre alt, im Wirtschaftswald erfolgt die Ernte mit 70 bis 90 Jahren.

Es krankt auch die Lärche

Auch der Lärchenbestand ist gefährdet. ?Lärchenwickler, Lärchenminiermotte, Lärchenbockkäfer oder Lärchenkrebs machen den Waldbauern das Leben schwer?, erklärt Paul Putz. Schuld an der Verbreitung der Schädlinge beziehungsweise an der genetischen Veränderung von bisher harmlosen Pilzen könnte der Klimawandel sein.    

Autor Markus Hackl

Autor:

Christoph Hofer aus Graz

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