Auftritt im Walzerschritt: "Gefragte Frauen" mit Patricia Stieder-Zebedin

Ihr Auftritt, bitte! Patricia Stieder-Zebedin besucht rund 30 Bälle pro Saison, tanzt persönlich am liebsten Cha-Cha-Cha und ist der Meinung, dass man aus jedem Menschen einen Tänzer machen kann.
  • Ihr Auftritt, bitte! Patricia Stieder-Zebedin besucht rund 30 Bälle pro Saison, tanzt persönlich am liebsten Cha-Cha-Cha und ist der Meinung, dass man aus jedem Menschen einen Tänzer machen kann.
  • Foto: Jorj Konstantinov
  • hochgeladen von Martina Maros-Goller

"Alles Walzer!" Gemeinsam mit Wolfgang Nicoletti wird die Leiterin der Tanzschule Schweighofer, Patricia Stieder-Zebedin, die diesjährige Polonaise der Opernredoute am 27. Jänner choreografieren. Mit der WOCHE sprach sie vorab über diese intensive Aufgabe, die Bedeutung von Tanz und die richtige Ballrobe.

WOCHE: Graz fiebert schon der 20. Opernredoute entgegen. Worauf dürfen sich die Ballgäste bei der Polonaise freuen?
Patricia Stieder-Zebedin: Es wird eine sehr abwechslungsreiche Eröffnung mit vielen verschiedenen Elementen. Die jungen Tänzer sind sehr motiviert, bringen sehr viel Enthusiasmus mit und freuen sich schon auf ihren großen Auftritt. Klassisch, modern, HipHop: Wir haben eine bunte Polonaise vorbereitet und orientieren uns auch am Programm der Oper.

Als Choreografin sind Sie keine Opernredoute-Debütantin ...
Ich bin jetzt das siebente Mal dabei, das erste Mal war es mit meinem Vater, wo ich die "Quadrille Française" im Kostüm getanzt habe. Die Polonaisen gestalte ich mit meinem Kollegen Wolfgang Nicoletti, da wir sehr gut zusammenarbeiten. Ich schätze ihn sehr und wir haben auch den gleichen Geschmack beziehungsweise ähnliche Vorstellungen, wie wir die Eröffnungen umsetzen wollen.

Was ist der besondere Reiz an der Opernredoute?
Eine Ballsaison ohne die Opernredoute wäre nicht vorstellbar. Es ist ein wunderbarer Ball im atemberaubenden Ambiente der Oper Graz, der zugleich der schönste Ballsaal des Landes ist. Als Steirerin darf ich auch sagen, dass es schöner ist als in Wien, denn die Redoute in Graz ist edel, glamourös, opulent, aber dennoch familiär. Daher freue ich mich besonders, dass ich dieses fantastische Ereignis mitgestalten darf.

Was geht Ihnen bei der Eröffnung durch den Kopf?
Wir proben im Vorfeld intensiv mit den Paaren und sind begeistert, wie toll und mit wie viel Spaß alle bei der Sache sind. Daher bin ich bei der Polonaise selbst zwar konzentriert, aber auch relativ entspannt. Die Paare haben es in der Hand, ich lasse los und sehe ihnen mit Freude zu.

Also ist Tanzen bei der Jugend "in"?
Ja, sehr. Wir koordinieren die Polonaise mit 100 Personen und hatten heuer sehr viele Bewerber. Auch abseits der Redoute tanzen die Jungen gerne, neben den klassischen "Ballroom"-Tänzen sind gerade Swing und Boogie beliebt. Und man kann nicht mehr sagen, dass beim Tanzen der Mann führt, sondern Tanzen ist das aufeinander Einlassen und dafür braucht es immer beide Tanzpartner.

Haben Sie schon Ihre Robe für den großen Abend?
Ich bin noch noch auf der Suche nach dem passenden Kleid, denn ich muss darin gehen, tanzen, mich bewegen sowie autofahren können. Es muss praktisch sein und schmeicheln – es ist also gar nicht so leicht (lacht). Und ich werde auch sicher zwei Paar Schuhe mitnehmen, damit ich länger durchhalte.

Eine Woche später choregorafieren Sie auch die legendäre Kinderpolonaise am Oberlandlerball ...
Ja, das mache ich schon zum fünften Mal und es ist einfach großartig, mit den Kleinen zu arbeiten. Die Kinder sind so begabt, begeistert und mir schon so ans Herz gewachsen. Viele darf ich so auch beim Aufwachsen begleiten.

Bei Ihnen ist Tanzen Familientradition, oder?
Ja, als Tochter einer Primaballerina begann ich früh mit Ballett, schon mit 14 Jahren assistierte ich meinem Vater in der Tanzschule und vor rund 15 Jahren übernahm ich diese. Meine Schwester Olivia Strohecker ist eine große Stütze und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ohne sie wäre. Auch auf unser großartiges Team können wir uns immer verlassen.

Welche Bedeutung hat Tanz?
Tanz ist Lebensfreude und lebensbegleitend. Jugendkurs, Maturaball, Hochzeit, Ballsaison: In Österreich ist Tanzen auch ein Kulturgut und Gott sei Dank tanzen Österreicher gerne. Außerdem hat Tanz einen positiven Einfluss auf unsere geistige und körperliche Gesundheit.

WOCHE-WORDRAP

Dazu tanze ich ... um Spaß zu haben.
Das bringt mich aus dem Takt ... schlecht gelaunte Menschen.
Graz ist ... eine tolle Familienstadt.
Zum Lachen bringt mich ... mein Mann.

STECKBRIEF


Geboren am 22. Februar 1971
Verheiratet, eine Tochter
Matura am WIKU
1. Abschnitt des Psychologie- sowie 1. und 2. Abschnitt des Pädagogik-Studiums
Leiterin der Tanzschule Schweighofer
Hobbys: Familie, Reisen, Lesen, Garteln

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