Jubiläumsjahr 2020
Christa Fartek - "Musik verbindet Menschen"

Christa Fartek beim Auftritt
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  • Foto: StageFoto / Kral
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Noch vor der Corona-Krise traf ich mich mit der Sängerin Christa Fartek auf einen Kaffee, um mit ihr über ihr „Jubliläumsjahr 2020“ zu plaudern. Manches, was damals noch selbstverständlich war, hat sich nun schlagartig geändert oder wurde mit einem Fragezeichen versehen.
Die Veröffentlichung ihrer neuen CD „Best of Schlager“ verzögert sich etwas und die für April geplanten Auftritte in Nashville (USA) mussten verschoben werden.
Telefonisch haben wir uns über die neue Situation ausgetauscht und das ursprüngliche Interview leicht überarbeitet.
Die Lage für freischaffende Künstler ist durch die Veranstaltungsverbote sehr schwierig geworden und Aktionen wie jene von Bernd Pratter (ORF Radio Steiermark), bewusster steirische Musik im Radio zu spielen, sind wichtig.
Christa Fartek erzählt auch von ihrer Mutter, die bald ihren 88.Geburtstag feiert und immer betont, wie wichtig Musik in den schwierigen Zeiten war, die sie in den Nachkriegsjahren erlebte. So wünscht sich Christa Fartek, dass Lieder und Musik die Menschen nun auch durch diese schwierige Zeit begleiten, sie trösten, aufheitern und Hoffnung auf eine Zukunft machen, in der man vielleicht bewusster leben wird.
„Musik verbindet“, sagt sie. „Räumliche Distanz spielt keine Rolle, denn auch wenn man zu Hause ist, kann man über das Radio Musik hören, eine CD abspielen oder Songs streamen.“ Sie freut sich aber schon darauf, wieder live vor Publikum zu singen.

Doch kehren wir zurück zu jenem Gespräch, das wir führten, als das Corona-Virus noch nicht unser Leben bestimmte...

2020 ist ein Jubiläumsjahr für dich. Was gibt es zu feiern?

Seit 15 Jahren bin ich als Solosängerin tätig.
Begonnen hat meine Liebe zur Musik allerdings schon früh, als ich bei Schulauftritten sang. Mit 18 Jahren habe ich mir dann eine Gitarre gekauft und spielen gelernt. In der Folge war ich Sängerin in der Tanzband „Amor“ meiner Brüder.

Wie startete damals deine Solokarriere?

Es war immer mein stiller und größter Wunsch, eines Tages meine Lieder im Radio zu hören. Irgendetwas wartete noch auf mich, das spürte ich einfach! Mit einem guten Impuls und einer positiven Botschaft habe ich mit Hilfe der richtigen Leute meinen Wunsch umsetzen können. So hat meine Solokarriere begonnen und meine selbständige Tätigkeit als Interpretin und Studiosängerin.

Hast du deine Lieder von Anfang an selbst geschrieben?

Bei der Tanzmusik werden Coversongs gesungen und gespielt, damit die Leute zu bekannten Liedern gut tanzen können. Aber als ich allein auf der Bühne stand, habe ich von Anfang an viele selbst geschriebene Songs gesungen.

Wie willst du dein Jubiläumsjahr feiern?

Es ist geplant, über das ganze Jahr hinweg zu feiern. Demnächst wird meine neue CD „Best of Schlager“ auf den Markt kommen.
Und am 17.Oktober soll es ein Fest beim Lipizzaner-Franzl in Heiligenkreuz am Waasen geben, bei dem ich mit Wegbegleitern, Freunden und Familie, aber natürlich auch mit meinen Fans und meinem Publikum feiern will.
Es wird ein kurzes Konzert mit einem Streifzug durch meine Lieder geben und dann werden wir gemütlich bei gutem Essen und gutem Wein beisammen sitzen und feiern. Auch Folx TV wird vor Ort sein und einiges fürs Fernsehen festhalten. Auf dieses Fest freue ich mich schon sehr!

Du hast deine neue CD „Best of Schlager“ erwähnt. Wie wird sie aussehen und worauf darf man sich da freuen?

Die CD sieht aus, wie ich mich fühle, wenn es mir gut geht – sonnig! Sie soll den Menschen genau diese Freude vermitteln. Auf der CD wird es einen Querschnitt durch meine Schlagertitel geben, deshalb heißt sie auch „Best of Schlager“. Meine erste Radiosingle „Was Liebe ist“ ist genauso darauf zu finden wie mein neuer Titel „Ich mach' das nicht noch mal“, der nun als Single ausgekoppelt und veröffentlicht wurde.

Was machst du nicht noch mal?

Es geht uns oft so, dass wir Dinge tun, obwohl wir wissen, dass es uns dann nicht gut geht. Trotzdem tun wir sie immer wieder. Aber irgendwann ist man dann bereit dafür, den richtigen Weg zu finden und diese Dinge nicht noch einmal zu machen.

Was hast du sonst noch für 2020 geplant?

Ganz besonders freue ich mich auf meinen Auftritt bei einem großen Schlager Open Air in Hausmannstätten am 21.August.
Ich singe auch immer gerne bei Hochzeiten und Trauungen sowie bei Taufen.
Derzeit ist ein soziales Projekt mit einem neuen Titel geplant.
Und ein Highlight sind für mich jedes Jahr die Weihnachtskonzerte, die ich einfach von Herzen liebe!

Wenn du heute auf deine bisherige, sehr abwechslungsreiche Karriere zurückschaust, welche Erlebnisse sind für dich besonders schön gewesen? 

Das, was man nicht erwartet, ist meistens am schönsten. Für mich war das z.B. der Grand Prix der Volksmusik 2006. Ich hatte damals Lieder für andere Künstler geschrieben, wurde dann aber selbst ausgewählt, dort zu singen. Das war auch mein erster großer Fernsehauftritt im ORF, ZDF, SF DRS und der RAI Bozen.
In Deutschland bin ich auf der SWR4-Bühne mit den größten Stars auf der Bühne gestanden – auch das war wunderbar für mich. Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis, vor etwa 5000 Leuten zu singen.
Vor einigen Jahren habe ich als Schlagersängerin bei einem Wettbewerb für Countrymusik den Preis als beste Country-Newcomerin gewonnen, womit ich auch nicht gerechnet hatte. Dieses Event fand am Achensee statt, wo man mehrere riesige Zelte zusammengebaut und dort eine wunderschöne Atmosphäre in Dunkelblau geschaffen hat. Dort aufzutreten war für mich eines der schönsten Erlebnisse!
Auch meine CD-Präsentationen sind für mich besondere Erlebnisse, weil ich mich dort den Menschen so zeigen möchte, wie ich bin, und sie deshalb sorgfältig plane.

Du singst nicht nur, sondern schreibst Songtexte, komponierst, arbeitest im Studio und vieles mehr. Was machst du am liebsten? Was am wenigsten gern?

Alles, was mit Musik zu tun hat, mache ich wirklich gern! Nur beim Bürokratischen schätze ich es, wenn es nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Da ich auch das gesamte Booking selbst mache, muss ich zeitlich Prioritäten setzen, weil ich Raum und Zeit für Kreativität brauche.

Womit macht dir dein Publikum die größte Freude?

Das Gespräch mit den Menschen nach einem Konzert ist für mich genauso wichtig wie das Singen. Es ist schön, wenn die Leute nicht gleich hinausstürmen, sondern an den Autogrammstand kommen, eine CD und damit meine Musik mit nach Hause nehmen und man ein paar Worte wechseln kann.
Ich habe beim Autogrammstand manchmal kleine Glücksbringer für die Leute und schenke sie ihnen.

Von wem würdest du selbst gerne einmal ein Konzert besuchen?

Konzerte von Monika Martin besuche ich immer wieder gerne, auch bei einem Konzert von Céline Dion war ich schon. Konzerte von Elton John und U2 würde ich gerne besuchen. Oder auch von Roland Kaiser und Maite Kelly, die ebenfalls einfach „das gewisse Etwas“ haben.

Was ist „das gewisse Etwas“?

Das „gewisse Etwas“ ist die Emotion. Es kommt immer darauf an, wie ein Künstler die Musik interpretiert und präsentiert.

Wie sind deine Auftritte musikalisch aufgebaut?  

Von meinem Publikum und den Veranstaltern wird immer wieder gewünscht, dass ich möglichst viele Musikrichtungen präsentiere. Das ist bei Schlagerveranstaltungen ebenso der Fall wie bei Countryfestivals und das unterscheidet meine Auftritte von denen vieler Kollegen. Meinem Publikum und mir macht diese Vielfalt große Freude.

Woran erkennt man eigentlich Countrymusik?

Am leichtesten an der typischen Instrumentierung, u. a. an der Steel Guitar und der Geige, aber auch an den Rhythmen.
Schlager wird sehr „rein“ gesungen, Countrymusik hingegen richtig „erdig“.

Was bedeutet Musik für dich?

Alles. Einfach alles! Für mich wäre ein Leben ohne Musik nicht vorstellbar. Privat höre ich gerne Meditationsmusik, einige meiner eigenen Lieder und Musik von Sängern, die einen besonderen Zauber in der Stimme haben.

Wie siehst du deine persönliche Entwicklung – als Sängerin und als Mensch?

Man verändert sich natürlich im Lauf der Karriere. Erfolg verändert Menschen. Für mich bedeutet es Freude, wenn ich Erfolg habe, und das stärkt mich. Ich bin bei meinen Auftritten im Lauf der Jahre lockerer geworden. Mein großer Schritt war es, von der Tanzmusik in eine Profikarriere als Solosängerin umzusteigen.
Oft denkt man, man geht Irrwege, aber sie gehören zur persönlichen Entwicklung dazu. Heute liebe ich es noch immer, Musik zu machen, und bin ein glücklicher und zufriedener Mensch.
Denn letztendlich bin ich immer meinem Herzen gefolgt.

Weitere Informationen auf der Homepage von Christa Fartek

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