Keramik und Hafnerei
Gerlinde Kail und Christian Krisch - Bunte Vögel als Markenzeichen

Gerlinde Kail und Christian Krisch mit ihrer Tochter Annabel Kail, die selbst schon als Keramikerin flügge wird
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  • Gerlinde Kail und Christian Krisch mit ihrer Tochter Annabel Kail, die selbst schon als Keramikerin flügge wird
  • Foto: Keramikforum Steiermark
  • hochgeladen von Ulrike Walner

Als Gerlinde Kail 14 Jahre alt war, hatte sie eine „beste Freundin“, durch die sie auf den Beruf des Keramikers aufmerksam wurde. Eigentlich wollten die beiden Mädchen die Ausbildung gemeinsam machen, aber wie so oft im Leben kam es anders und Gerlinde Kail absolvierte die Fachschule für Keramik und Ofenbau in Stoob allein. Danach besuchte sie ein Jahr lang die Kunstschule in Wien. Drei Jahre lang arbeitete sie bei dem bekannten Künstler Stefan Emmelmann, bevor sie sich selbständig machte.
Ihren Mann Christian Krisch lernte sie bei einer Keramikausstellung kennen. Bis dahin hatte er mit Keramik beruflich nichts zu tun, aber er ließ sich von der Begeisterung seiner Frau anstecken und wurde schließlich Hafnermeister.

Heute entstehen wunderschöne Kachelöfen mit selbst gebrannten Fliesen und Küchenherde. In der Gestaltung folgen sie der Tradition, werden aber mit modernen Werkstoffen dem heutigen Standard angepasst (z.B. durch Verwendung von Nirosta für das Wasserschiff).
Im Betrieb wird viel Gebrauchskeramik hergestellt: 13 verschiedene Geschirrserien gibt es zur Auswahl. Bunte Vögel sind das Markenzeichen. Beim Geschirr gibt es unter anderem auch eine beige-weinrote Serie und Naturkeramik in braun-beigen Farbtönen.

Aber auch Kunstobjekte verschiedener Art entstehen mit viel Kreativität.
Besonderen Spaß macht der Keramikerin Gerlinde Kail die Herstellung von lustigen Figuren, die im Schlicker (das ist das flüssige bis zähflüssige Wasser-Mineralgemisch, aus dem Keramik gemacht wird) entstehen.
Gearbeitet wird mit der Unterglasurtechnik, bei der auf den weißen, geschrühten (= roh gebrannten) Scherben gemalt und dann eine farblose Glasur aufgebracht wird, aber auch mit Aufglasurtechnik. Bei dieser braucht man für eine niedrige Brenntemperatur spezielle Glasuren und Farben, die auf eine gebrannte Trägerglasur aufgebracht werden. Dann erfolgt ein weiterer Dekorbrand.
Gerlinde Kail verwendet moderne und abstrakte Motive, arbeitet aber auch mit Schrift. Mit Kreide werden Sprüche aufgebracht.
Wunderschöne Bilder werden ebenfalls von ihr geschaffen.

Zwei Mitarbeiter gibt es im Betrieb, der sich zwei Mal im Jahr mit großen Ausstellungen präsentiert: eine findet im Mai statt, die andere am Wochenende vor dem ersten Advent.
Wer nicht mehr so lange warten will, hat die Gelegenheit, die Arbeiten am Töpfermarkt in Graz (16.-18.August 2019) zu bewundern und zu erwerben.
Nur die Kachelöfen hat das Ehepaar nicht dabei…
Aber man kann jederzeit auf der Homepage oder im Geschäft in Hadersdorf am Kamp vorbeischauen.

Autor:

Ulrike Walner aus Graz

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