Peter Cornelius einmal "Graz persönlich"

Dirigent ganzer Generationen: Wenn Peter Cornelius mit seiner Gitarre auf der Bühne steht und Hits wie „Reif für die Insel“ anstimmt, gibt’s kein Halten mehr. Am 30. Oktober gastiert der Wiener in der Grazer Stadthalle.
  • Dirigent ganzer Generationen: Wenn Peter Cornelius mit seiner Gitarre auf der Bühne steht und Hits wie „Reif für die Insel“ anstimmt, gibt’s kein Halten mehr. Am 30. Oktober gastiert der Wiener in der Grazer Stadthalle.
  • Foto: D. Lipkovich
  • hochgeladen von Marcus Stoimaier

Ein Spaziergang rauf auf den Schloßberg, ein gemütlicher Kaffee im „Schwalbennest“ oder der Schaufensterbummel durch die Herrengasse – das und noch andere Erinnerungen an die Murmetropole wollen wir in der neuen Serie „Graz persönlich“ Prominenten, oder solchen, die das noch werden wollen, entlocken. Den Auftakt macht eine echte rot-weiß-rote Musiklegende.
Peter Cornelius schrieb Lieder, die sich tief in die österreichische Seele eingebrannt haben. Von „Reif für die Insel“ über „Du entschuldige – I kenn di“ bis „Segel im Wind“ – zwei, drei „Zupfer“ an seiner Gitarre reichen und eine ganze Nation summt und singt mit. So wird’s garantiert auch dann am 30. Oktober sein, wenn der Wiener in der Grazer Stadthalle gastiert.
Sein wie vieltes Gastspiel das an der Mur ist, weiß der Singer/Songwriter, wie er sich selbst bezeichnet, nicht so genau. „Es waren schon viele, viele Male – von den herrlichen Kasematten am Schloßberg bis zum Orpheum, wir waren schon oft da und haben fast überall in Graz einmal gespielt.“

Umzug nach Graz?

Die steirische Landeshauptstadt hat es dem 64-Jährigen übrigens angetan. „Graz muss eine wunderschöne Stadt zum Leben sein. Wir wohnen meist in einem Hotel an der Mur und dann spaziere ich mit meiner Frau durch die Herrengasse – es ist noch immer unfassbar, welch schreckliche Szenen sich hier vor ein paar Wochen abgespielt haben. Die Stadt macht auf mich so einen friedlichen, so einen lebenswerten Eindruck – also, wenn mir jemand sagen würde, du wohnst ab jetzt in Graz, ich hätte nichts dagegen …“
Eines hat sich der Ausnahmemusiker ganz oben auf der To-do-Liste für sein Oktober-Konzert hingeschrieben. „Wenn ich in Graz bin, muss ich den Schiffi anrufen, wir haben uns so lange nicht gesehen“, hofft er auf ein Wiedersehen mit STS-Drittel Schiffkowitz.
Gemein hat er mit dem steirischen „Musikheiligtum“, Lieder für Generationen geschrieben zu haben. „Über die Jahre nimmt man einfach zur Kenntnis, dass man die Eigenschaft besitzt, Texte zu schreiben, die Jahrzehnte überdauern“, bleibt Cornelius immer bescheiden. „Wobei, diese Zeit vorbei ist – die Tage der großen Singer/Songwriter sind vorüber. Das Musikmetier hat einen unglaublichen Wandel durchgemacht – momentan sieht’s ja eher danach aus, als ob sich die Musikindustrie mit ihren digitalen Möglichkeiten selbst abschafft.“

Die Resignation vergessen

Einmal im Grübeln, legt er gleich nach: „Mich bedrückt die generelle Stimmung in Österreich – bei uns herrscht ein Klima, dass keiner mehr was machen will. Wir sind deshalb für mich keine Nation, wir sind Resignation“, philosophiert die Legende. Das alles ist am 30. Oktober aber zumindest für kurze Zeit vergessen – dann, wenn die ersten Takte erklingen und Tausende Kehlen einstimmen „Waun i oft a bissl ins Norrnkastl schau …“

WOCHE-Wordrap

Was ich an mir selbst richtig toll finde …
... dass ich sehr verlässlich und treu in Abmachungen bin. Man kann sich einfach auf mich verlassen.
Wenn ich 85 Jahre alt bin, möchte ich ...
... mich mit einem spontanen Lächeln von diesem Würstelplaneten verabschieden.
Ich werde grantig, wenn ...
... ich angelogen werde – am grantigsten, wenn das auch noch Leute tun, denen ich mein Vertrauen geschenkt habe.
Mein liebstes Schimpfwort ...
... da kann ich mich auf kein bestimmtes festlegen, ich habe ein ziemlich breites Repertoire.

Steckbrief

Name: Peter Cornelius (bürgerl. Name: Peter Cornelius Korunka)
Geboren: 29. Jänner 1951 in Wien
Mit „Reif für die Insel“ war er stolze 45 Wochen lang ununterbrochen in den deutschen Albumcharts vertreten.
Sein wohl größter Hit war „Du entschuldige – I kenn di“, mit dem er die Nummer eins in Österreich war, die Nummer zwei in der Schweiz und acht in Deutschland.
In der „Ultimativen Chartshow“ auf RTL wurde er als erfolgreichster österreichischer Singer/Songwriter in Deutschland ausgezeichnet.

Autor:

Marcus Stoimaier aus Graz

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