Gerade jetzt kommt es auf die Würde an
Tipps vom Psychologen zum Bewusstwerden der eigenen Würde

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Ein würdevolles Miteinander ist der Schlüssel zu einem konstruktiven Umgang mit der Coronakrise.

Kommt uns die Würde abhanden? Egal ob als Kinder, Jugendliche oder Erwachsene: Stets haben wir die Erwartungen anderer zu erfüllen, sei es in der Schule, zu Hause, aber auch in Beruf und Beziehung. Scheinbar glauben dadurch viele, dass Status, Geld oder Besitz unsere Würde ausmachen.
Aber was meint dieser schwer greifbare Begriff der Würde nun? Psychologe Philip Streit bezeichnet "Würde" als eine Art inneren Kompass, den wir anhand unserer positiven Erfahrungen mit anderen aufgebaut haben. Würdevolle Menschen behandeln sich selbst und andere mit Respekt und Wertschätzung. Sie tun keine Dinge, bei denen andere entwürdigt werden. Würde ist also Voraussetzung für ein gelingendes Miteinander, Potenzialentfaltung und Zukunftsorientierung.

Tipps zur "Erweckung" der Würde:

Wie können wir nun diese Haltung der Würde, die im Keim ja in uns drinnen steckt, erwecken?

  1. Halten Sie inne und achten Sie auf die kleinen Signale. Sie haben ein Gespür dafür, was für Sie selbst und andere würdevoll ist.
  2. Senden Sie Ihren Mitmenschen Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung.
  3. Begegnen Sie den anderen zuallererst mit wertschätzender Aufmerksamkeit. Versuchen Sie, ihnen bewusst zu begegnen.
  4. Schätzen Sie die anderen als einen wichtigen Beitrag zum Gelingen von Herausforderungen, vor allem in schwierigen Zeiten.
  5. Wertschätzen Sie sich und gehen Sie liebevoll mit sich um.
  6. Zelebrieren Sie gute Beziehungen. Das stärkt auch Ihr Selbst.
  7. Wenden Sie sich anderen zu.
  8. Genießen Sie immer wieder die glückselige, innere Zufriedenheit, wenn Sie Ihre Würde spüren. So verwirklichen Sie sich selbst und das gemeinsame Ganze.

Vergangene Woche hat Familienflüsterer Dr. Streit Tipps dazu gegeben, wie man im engsten Raum gut mit den Liebsten auskommt.

Der Experte: Dr. Philip Streit

Philip Streit ist klinischer Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut, Lebens- und Sozialberater.
Seit 1994 leitet er das „Institut für Kind, Jugend und Familie“ in Graz, das auch jetzt für Sie unter 0316/77 43 44 da ist.
Web: www.ikjf.at
Leser-Fragen gerne jederzeit an: redaktion.graz@woche.at


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