1.555 Kameras: Graz ist im Fokus

Unter Beobachtung: Allein am Hauptbahnhof gibt es 35 Videokameras, die das Treiben aufzeichnen.
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  • Unter Beobachtung: Allein am Hauptbahnhof gibt es 35 Videokameras, die das Treiben aufzeichnen.
  • Foto: Dietmar Neubacher
  • hochgeladen von Martina Maros-Goller

Wo und wie wird in Graz öffentlich gefilmt? Die WOCHE liefert Infos zur Videoüberwachung in den städtischen Öffis.

Seit 2013 gibt es die Videoüberwachung in den Öffentlichen Verkehrsmitteln in Graz. Die WOCHE informiert, wie viele Kameras installiert sind, wo diese auf Grazer gerichtet sind sowie wie viele Anfragen es von der Polizei gab und wie viele Auswertungen nötig waren.

Überwachung allgegenwärtig

1.555 Kameras – so viele sind etwa in Bussen, Variobahnen, am Nahverkehrsknoten Puntigam, an der Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof, den Schloßbergliften oder in der Schloßbergbahn installiert. Allein am Hauptbahnhof sind 35 Videoüberwachungsgeräte auf Reisende gerichtet, die 162 Busse kommen auf eine Anzahl von 1.101 und in den 45 Variobahnen gibt es 360 Kameras. „Uns geht es nicht ums Überwachen, sondern um präventive Maßnahmen. Dabei steht sowohl die Sicherheit der Fahrgäste als auch die unserer Mitarbeiter im Mittelpunkt“, meint Holding-Graz-Vorstandsdirektorin Barbara Muhr.

Kooperation mit Polizei

Gesetzlich werden die Aufnahmen nach 72 Stunden automatisch gelöscht, jene aus Bussen und Variobahnen nach 120 Stunden. Wie wertvoll diese für die Lösung von Gewalt- und Kriminalfällen sein kann, zeigt auch die Anzahl der Anfragen durch die Polizei. So gab es bis Mitte Mai 2019 insgesamt 1.238 Anfragen, die zu 831 Auswertungen führten. Für das Jahr 2018 gingen 284 Aufnahmen zur Polizei, die 169 Auswertungen ergaben. Von Jahresbeginn an waren es 165 Anfragen und 119 Auswertungen.
Unter anderem führten diese zur Identifizierung von Taschendieben, der Verhaftung eines Jugendlichen mit Schreckschusswaffe sowie der Fassung von Tätern nach sexueller Belästigung.
Zu den ungewöhnlichsten Aufnahmen zählt jene von April 2018, als ein Fahrgast Wasser auf einen Fahrscheinautomaten schüttete. Im Juli 2018 zündete ein Fahrgast die Haare eines anderen an. Dieser Täter wurde gefasst und inhaftiert. „Die Holding Graz scheut keine Anstrengungen und Kosten, mit der – wie es die polizeilichen Auswertungsdaten zeigen – sehr erfolgreichen Videoaufzeichnung zum Sicherheitsgefühl der Menschen in unserer Stadt beizutragen", betont Holding-Graz-Vorstandschef Wolfgang Malik.

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